Eine Partnerschaft trägt Früchte

Ritter Sport und Nicaragua

Waldenbuch, im Oktober 2019. Seit fast 30 Jahren ist Ritter Sport eng mit Nicaragua verbunden. Am Anfang stand die Vision von Marli Hoppe-Ritter, Inhaberin des Familienunternehmens aus dem schwäbischen Waldenbuch: „Wenn wir den Bauern helfen, ihre Anbaumethoden zu verbessern und die Qualität ihres Kakaos zu steigern, werden sie dafür bessere Preise erzielen können und das wird langfristig ihre Lebensumstände verbessern.“ 30 Jahre später ist Nicaragua offiziell als Herkunftsland für Edelkakao anerkannt und die 3.500 Bauern, mit denen Ritter Sport zusammenarbeitet, sind wichtige Partner für den deutschen Schokoladenhersteller. So wichtig, dass es inzwischen sogar eine eigene Nicaragua-Sorte, „Die Feine mit 61 % Nicaragua-Kakao“, gibt.

 

Was als privates Entwicklungsprojekt begann, ist heute als Cacao-Nica Programm zentraler Baustein der Kakao-Sourcing-Strategie von Ritter Sport. Ansprechpartnerin für die rund 3.500 Bauern und über 20 Kooperativen, mit denen das deutsche Familienunternehmen in Nicaragua zusammenarbeitet, ist Elizabeth Rizo. Als Leiterin der
Ritter Sport Ankaufs- und Trocknungsstation in Matagalpa ist sie das Gesicht des Cacao-Nica Programms. Elizabeth Rizo und ihr Team stehen den Bauern und Kooperativen vor allem auch beratend zur Seite, denn mit dem Cacao-Nica Programm sind aktive Maßnahmen zur Förderung des nachhaltigen Kakaoanbaus in Nicaragua verbunden.

 

Eine wichtige Rolle spielt zum Beispiel der Anbau im Agroforstsystem, das land- und fortwirtschaftliche Methoden kombiniert. Kakao wird dabei in Mischkulturen mit anderen standortgerechten Nutzpflanzen angebaut, die eine mehrstufige Bodenbedeckung gewährleisten. Die Erosionsgefahr wird so verringert, die Böden vor Austrocknung und Nährstoffverlust geschützt und die Bauern können durch die Diversifizierung bei gleicher Fläche höhere Erträge erzielen, was zu einer Verbesserung ihrer Lebensbedingen beiträgt und die fortschreitende Abholzung der Wälder stoppt. „Agroforstsysteme sind auch eine wichtige Antwort auf den Klimawandel, von dem Nicaragua aufgrund seiner besonderen geographischen Lage zwischen den Ozeanen bereits heute betroffen ist“, erklärt Elizabeth Rizo.

 

Auch auf der eigenen Kakaoplantage, die Ritter Sport seit 2012 im Osten des Landes aufbaut, setzt man auf die nachhaltige Methode des Agroforstsystems. Auf dem ehemals als Weideflächen genutztem Brachland entsteht mit El Cacao eine Plantage mit Modellcharakter. „Wir wollen zeigen, dass es möglich ist, Kakao unter guten sozialen und ökologischen Bedingungen zu marktfähigen Preisen anzubauen“, erklärt Hauke Will, der als Leiter landwirtschaftliche Produktion für die Plantage verantwortlich ist. Die erste Ernte auf El Cacao konnte 2018 eingefahren werden, voraussichtlich 2025 wird der Vollertrag erreicht sein. Ritter Sport sieht darin die logische Fortsetzung des jahrelangen Engagements in Nicaragua und eine Investition in die Wirtschaft des Landes. Über 300 Mitarbeiter sind inzwischen auf El Cacao tätig.
Ihnen allen bietet das Familienunternehmen aus dem fernen Deutschland sichere Arbeitsplätze, faire Löhne und umfassende Sozialleistungen. „Wir haben durch unsere eigene Plantage viel über Kakao gelernt. Dieses Know-how hilft uns auch, den Bauern ein kompetenter Partner zu sein“, betont Hauke Will den Zusammenhang zwischen El Cacao und dem Cacao-Nica Programm.

Besonders wichtig ist dem Unternehmen der ökologische Aspekt. So besteht rund die Hälfte der 2.500 Hektar großen Plantage aus Wald- und Feuchtgebieten, die zum Schutz der Artenvielalt auch künftig unangetastet bleiben. Zusammen mit den Wiederaufforstungen der Brachflächen und dem Anbau im Agroforstsystem trägt El Cacao dazu bei, dass Ritter Sport innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette CO 2 -Zertifikate generiert, die es dem Unternehmen ermöglichen, in Zukunft klimaneutral zu produzieren. So entsteht eine weitere Verbindung zwischen der in Deutschland hergestellten Schokolade und den Aktivitäten des Unternehmens in Nicaragua.

Als Cacao-Nica 1990 startete, galt Nicaragua vor allem als Kaffeeland. Künftig wird rund ein Viertel der 10.000 Tonnen Kakaomasse, die Ritter Sport jährlich verarbeitet, Edel-Kakao aus Nicaragua sein.

 

Über Ritter Sport
Das 1912 gegründete Familienunternehmen mit seiner Marke Ritter Sport beschäftigt heute rund 1.550 Mitarbeiter und erzielte 2018 einen Umsatz von 489 Millionen Euro. Als erster und bislang einziger großer Tafelschokoladenhersteller bezieht die Alfred Ritter GmbH & Co. KG für das gesamte Sortiment ausschließlich zertifiziert nachhaltigen Kakao. Vom einzigen Werk im schwäbischen Waldenbuch werden die bunten Quadrate in über 100 Länder weltweit exportiert.

 

Kontakt
Alfred Ritter GmbH & Co.KG
Petra Fix
Alfred-Ritter-Straße 25
71111 Waldenbuch
Tel.: +49 7157 97-1673
E-Mail: [email protected]


NIERAGDENKOMMUNIKATION
Marc Alexander Nieragden
Eimsbütteler Chaussee 81
20259 Hamburg
Tel.: +49 40 87976968
E-Mail: [email protected]

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