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Kleine Bohne, große Wirkung

Kleine Bohne, große Wirkung

Liebe Blogleser*innen, zum Tag der Umwelt will ich heute mal eine Frage stellen: Kann man Landwirtschaft betreiben und zugleich die Artenvielfalt und das Klima schützen? Ja, kann man. Unsere Kakaofarm El Cacao zeigt, wie es geht.

Der Klimawandel und das drohende Artensterben bereiten vielen Menschen Sorgen. Als ein Verursacher gilt die Landwirtschaft. Durch den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und den Anbau in Monokulturen gefährde sie die Lebensräume von Tieren und Pflanzen. In vielen tropischen Regionen kommt die fortschreitende Entwaldung mit ihren negativen Folgen für Biodiversität und Klima hinzu. Vor allem in der Landwirtschaft scheinen sich wirtschaftliche Interessen und Ökologie oftmals unversöhnlich gegenüberzustehen.

Dass es auch anders geht, zeigt El Cacao. Auf unserer Kakaofarm in Nicaragua haben wir ehemals als Weideland genutzte Flächen aufgeforstet und bauen auf rund 1.200 Hektar Kakao im Agroforstsystem an.

Durch dieses Nebeneinander von Kakao und anderen Baum- und Pflanzenarten entsteht nicht nur Lebensraum für unterschiedliche Tier- und Pflanzenarten, auch der Kakaoanbau selbst profitiert davon. Die Bäume dienen als Schattenspender und die Mischkultur fördert die Bodenfruchtbarkeit sowie die Widerstandsfähigkeit des Kakaos. So kann der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum reduziert werden. Wiederaufforstung und Mischkultur wirken sich auch positiv auf das Klima aus, indem in hohem Maße CO2 gebunden wird.

Auf El Cacao bewirtschaften wir außerdem nur knapp die Hälfte der gesamten Fläche. Weitere 1.200 Hektar entfallen auf Wald- und Feuchtgebiete, die zum Schutz der Biodiversität auch in Zukunft unangetastet bleiben.

Das klingt vielleicht nach viel Idealismus. Und sicher ist davon auch eine Menge nötig, um so ein Projekt anzugehen. Aber bei allem, was wir auf El Cacao tun, haben wir immer auch den Anspruch, die Farm wirtschaftlich erfolgreich zu betreiben. Ökonomie und Ökologie stehen hier also nicht in Widerspruch zu einander, sondern gehen quasi Hand in Hand.

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