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Großer Hype um ein kleines Quadrat

Großer Hype um ein kleines Quadrat

Liebe Schokoholics,

seit der legendären Einhorn-Schokolade hat wohl keine unserer Limited Editions für soviel Aufregung gesorgt wie die Cacao y Nada. Warum die Kakaofruchttafel keine „normale“ Limited Edition ist, was es mit der Diskussion um Schokolade oder Nicht-Schokolade auf sich hat und wie es weitergeht, dazu heute mehr.

„In and out“ – kaum vorgestellt, schon ausverkauft. Das ist typisch für eine Limited Edition, die, wie der Name schon sagt, nur in begrenzter Menge produziert wird und entsprechend begehrt ist. Und das trifft auch auf unsere Cacao y Nada zu. Aber etwas ist anders: Üblicherweise gibt es von einer Limited Edition vielleicht kurzfristig noch eine zweite Auflage, aber das war es dann. Bei der Cacao y Nada hingegen ist nicht Schluss, wenn die letzte Tafel verkauft ist. Cacao y Nada ist quasi im Kleinen der Start von etwas Großem. Nämlich der ganzheitlichen Verwertung der Kakaofrucht.   

Darf die Kakaofruchttafel nun Schokolade heißen oder nicht? Die Frage ist kompliziert. Deshalb muss ich etwas ausholen: Als Lebensmittelhersteller sind wir an viele rechtliche Vorgaben gebunden. Eine davon ist die Kakaoverordnung. Sie schreibt vor, dass zur Herstellung einer Schokolade die Verwendung von Zuckerarten verbindlich ist. Zuckerarten im Sinne der Kakao-Verordnung wiederum sind alle in der Zuckerarten-Verordnung gelisteten Zuckerarten sowie – Achtung, jetzt wird es geheimnisvoll! – „noch Weitere“.

Was konkret unter „weitere Zuckerarten“ zu verstehen ist, verrät sie nicht. Dazu ist auf die weiterführende Literatur zurückzugreifen – die  sogenannten Kommentaren. Darin heißt es, dass „süßende Lebensmittel“ nicht als Zuckerart im Sinne der Kakaoverordnung gelten. Süßende Lebensmittel sind zum Beispiel Honig oder Birnendicksaft. Auch Kakaosaft fällt unserer Meinung nach in diese Kategorie, weil sein Zuckergehalt vergleichsweise niedrig ist.

Inzwischen ist in Expertenkreisen eine regelrechte Diskussion darüber entstanden, ob Kakaosaft nicht doch als Zuckerart im Sinne der Kakao-Verordnung zu verstehen sei. Wir beobachten diese Diskussion mit großem Interesse. Solange die Frage aber nicht eindeutig entschieden ist – und damit Rechtssicherheit besteht – sind wir weiterhin der Ansicht, dass die Cacao y Nada nicht Schokolade genannt werden darf. 

Nun kann man sicher sagen, dass es völlig egal ist, ob die Kakaofruchttafel Schokolade heißt oder nicht, entscheidend ist doch, dass sie schmeckt. Trotzdem können wir das Ganze nicht einfach als „akademische Diskussion“ abtun. Denn würden wir uns nicht streng an all diese juristischen Vorgaben halten und uns zum Beispiel einfach darüber hinwegsetzen und die Cacao y Nada Schokolade nennen, würden wir uns ganz schnell mit dem Vorwurf der Verbrauchertäuschung konfrontiert sehen. Und das können wir als Markenartikelhersteller natürlich nicht riskieren. Was im Falle der Cacao y Nada vielleicht etwas kleinlich erscheint, hat durchaus seine Berechtigung. Wir alle wollen uns als Verbraucher doch darauf verlassen können, dass ein Produkt auch das ist, was es vorgibt zu sein.

Warum ich euch das alles so ausführlich erkläre? Weil die Cacao y Nada eben keine typische Limited Edition ist, die es einmal für ganz kurze Zeit in überschaubarer Anzahl gibt und dann nie wieder. Wie ihr wisst, bauen wir auf unserer Kakaofarm in Nicaragua unseren eigenen Kakao an. Daraus ist auch die Idee entstanden, mehr als nur die Bohnen der Kakaofrucht zu verwenden, sondern zum Beispiel auch den Kakaosaft. Und weil wir mit El Cacao, zumindest was die Erntemenge angeht, noch ziemlich am Anfang stehen, wird es in Zukunft nicht nur mehr Kakaobohnen von El Cacao geben, sondern auch mehr Kakaosaft, den wir zum Beispiel zum Süßen unserer Kakaofruchttafel nutzen.

Im Übrigen weiß ich aus ziemlich sicherer Quelle, dass es schon bald weitere Tafeln Cacao y Nada geben wird. Wann genau, erfahrt ihr natürlich hier!

6 Kommentare

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  • Thomas sagt
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    Nennt die Cacao y Nada bitte einfach Schokolade!
    Lasst Euch verklagen von Ämtern und Konkurrenten!
    Genialste Werbekampagne Ritter Sports – kostenlos!
    Wäre in allen Medien präsent – Aufmerksamkeit pur
    Bekanntheitsverbreitung, Neugier bei Kunden sicher
    Ich persönlich wünsch mir unbedingt mehr Y NADA

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  • Ricarda sagt
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    Hallo,

    wird Cacao y nada wieder erhältlich sein? Verwendet Ritter Sport bei zuckerhaltigen Tafeln Rohrzucker oder regionalen Zucker aus Zuckerrüben? Ich begrüße es sehr, dass RS z.B. beim Thema Palmöl auf Nachhaltigkeit setzt, aber wie sieht es beim Zucker aus? Der Anbau von Rohrzucker beutet den Boden schon nach drei bis vier Jahren aus und ist alles andere als nachhaltig.

    Vielen Dank!

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    • Sascha (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Ricarda, vielen Dank für dein Feedback. Wann und wie die Cacao y Nada wieder verfügbar sein wird, können wir dir derzeit leider noch nicht sagen – hier müssen wir noch um ein bisschen Geduld bitten.
      Unser Zucker ist ausschließlich Rübenzucker von Bauern aus der Region. Vielen Dank und viele Grüße, dein Ritter Sport Team

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  • Jürgen sagt
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    Gibt es eine Mailingliste?

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  • Yang sagt
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    Hello my name is Yang currently working in Frankfurt. My aim is to try as many flavors as I can from ritter sports. I enjoy supporting family business opposed to big players, and your chocolate looks good. Where can I buy this? Ebay selling at scalpers price.

    Danke!

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    • Sascha (RITTER SPORT Team) sagt
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      Currently, the Cacao y Nada is sold out and not available. While we cannot give you an update on the situation right now, we are pretty sure that we will see the Cacao y Nada again.
      Best, Ritter Sport

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