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Chefsache: Unser jährliches Interview mit Andreas Ronken, Vorsitzender der Geschäftsführung

Chefsache: Unser jährliches Interview ...

Liebe Blogleser,

es ist fast schon Tradition, dass ich am Anfang eines Jahres mit dem Vorsitzenden unserer Geschäftsführung, Andreas Ronken, kurz auf das vergangene Jahr zurückblicke und vor allem einen Blick auf die kommenden Monate werfen. Was beschäftigt uns als Unternehmen, was haben wir erreicht und woran arbeiten wir noch?

In diesem Jahr virtuell: Mein Gespräch mit Andreas Ronken

Hallo Andreas, ich habe gerade mal nachgeschaut, unser letztes Gespräch haben wir am 17. Februar vergangenen Jahres hier auf dem Blog veröffentlicht. Da haben wir noch nicht geahnt, dass sich 2020 so ganz anders entwickeln würde als erwartet. Wie lautet dein Fazit?

„Ich denke, wir sind uns alle einig, dass 2020 eine besondere Herausforderung war – und wir sehen ja aktuell jeden Tag, dass diese Herausforderung mit dem Jahreswechsel nicht einfach endet. Gleichzeitig haben wir doch aber gerade in diesem schwierigen Jahr auch viel Positives erlebt – Solidarität, Verantwortungsbewusstsein, Gemeinsinn – um nur drei Schlagworte zu nennen. Auch das gehört für mich zu 2020. Und genau so war das Jahr auch für uns als Unternehmen.“ 

Was meinst du damit?

„Wir haben vieles auf den Weg gebracht, das für die Zukunft unseres Unternehmens von zentraler Bedeutung sein wird. In diesen Tagen läuft die Produktion in unserem neuen Werk im österreichischen Breitenbrunn an. Erstmals in unserer über 100-jährigen Firmengeschichte haben wir damit eine eigene Produktionsstätte außerhalb unseres Heimatstandorts Waldenbuch, wo fast zeitgleich unsere rund 4.000 Quadratmeter große neue Schokozentrale fertiggestellt wird. Darüber hinaus sind wir in vielen wichtigen Bereichen weitergekommen: beim Packaging ebenso wie beim Thema CO2-Reduktion.“ 

Packaging ist ein gutes Stichwort. Unser “in Papier-Prototyp” hat regelrecht für Furore gesorgt. Wie geht es da weiter?

„Wir arbeiten weiter sehr intensiv daran. Sowohl unsere eigenen Experten, als auch zusammen mit externen Fachleuten. Unser Ziel bleibt eine Verpackung auf Basis nachwachsender Rohstoffe, die nicht nur theoretisch recyclingfähig, sondern tatsächlich ihren Weg in die Systeme findet und leicht zu entsorgen ist – und das möglichst überall auf der Welt. Unsere ersten Tests mit einer papierbasierten Verpackung sind vielversprechend. Aber da bleibt noch einiges zu tun. Auch bei den sogenannten Sekundärverpackungen zum Beispiel für unsere minis gehen wir neue Wege. Da kommen in wenigen Wochen die ersten neuen Verpackungsformen auf den Markt.“

Siehst du spezielle Trends im Bereich Schokolade?

„Vor allem unsere Premium-Segmente, die Nuss-Klasse und vor allem die Kakao-Klasse, haben sich sehr positiv entwickelt. Insbesondere in Deutschland. Das ist deshalb so bemerkenswert, weil gerade der deutsche Markt als sehr preissensibel gilt. Ich denke darin spiegelt sich auch ein gestiegenes Bewusstsein der Verbraucher für Qualität und Nachhaltigkeit wider. Das ist sicherlich ein wichtiger Trend – nicht im Sinne einer kurzfristigen Modeerscheinung, sondern einer langfristigen Entwicklung.“

Eine Entwicklung, die uns freut, denn da haben wir ja eine Menge zu bieten und zu erzählen. 

„Was du hier auf dem Blog schon seit Längerem ausführlich machst. In Zukunft wollen wir auch auf anderen Kanälen stärker über unser Engagement zum Beispiel im Kakaobezug berichten. Wir waren da in der Vergangenheit sehr zurückhaltend. Was wir tun, tun wir aus Überzeugung und nicht um damit zu werben. Wir merken aber, dass es die Menschen interessiert. Deshalb wollen wir sie stärker mitnehmen auf die Reise zu noch mehr Fairness und Nachhaltigkeit. Wir haben einen klaren Anspruch: Wir wollen das Richtige tun, um richtig gute Schokolade zu machen.“ 

Auch wenn heute niemand weiß,  wie sich 2021 entwickeln wird. So viel scheint klar: Vor uns liegt ein spannendes Jahr. Und ich werde euch hier natürlich weiter auf dem Laufenden halten. Falls ihr noch Fragen habt, hinterlasst uns gerne einen Kommentar. Andreas, dir noch einmal vielen Dank und bis bald 🙂.

2 Kommentare

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  • Berliner Schwabe sagt
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    Hallo aus Berlin! Sehr interessantes Interview! Mit Recht seid ihr stolz darauf, dass euer gestiegenes “Kakaobewusstsein” vom Kunden anerkannt wird! 🙂
    In diesem Zusammenhang eine Frage: Ist geplant, irgendwann auch mal eine 100%-Kakao-Schokolade (wie sie etwa Lindt im Sortiment hat) auszuprobieren? Sicherlich keine Massenware, aber in der kleinen Nische für den entsprechenden Liebhaberkreis zur Abrundung eures Portfolios…? Ich wäre sehr gespannt und ein dankbarer Abnehmer! 😉
    Viele Grüße nach Waldenbuch!

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