Zurück

Das Quadrat in der Kunst. Zu Besuch im Museum Ritter.

Das Quadrat in der Kunst. Zu Besuch ...

Liebe Blogleser,

Meike hat euch kürzlich einen Besuch hier bei uns in Waldenbuch ans Herz gelegt. Dem möchte ich mich heute anschließen und euch das Museum Ritter vorstellen. Bevor es zu Verwechslungen kommt: Hier geht es nicht um die SchokoAusstellung, die auch wirklich sehenswert ist 😉, sondern um Kunst. Quadratische Kunst.

Das Museum Ritter in Waldenbuch und im Hintergrund unser Verwaltungsgebäude

Von meinem Bürofenster blicke ich direkt auf das Museum Ritter. Seit 2005 steht der Kubus des Schweizer Architekten Max Dudler neben Produktion und Verwaltung von RITTER SPORT. Das Museum Ritter ist eine private Einrichtung und wird von der Marli Hoppe-Ritter-Stiftung zur Förderung der Kunst getragen. Auf 700 Quadratmetern sind wechselnde Ausstellungen zur geometrisch-abstrakten Kunst zu sehen. Schon seit den frühen Neunzigerjahren sammelt Frau Hoppe-Ritter Kunst, die sich mit dem Quadrat beschäftigt. Rund 1.200 Kunstwerke des 20. und 21. Jahrhunderts haben sie und ihr Mann im Laufe der Jahre zusammengetragen. Diese einzigartige Sammlung wird im Museum Ritter in wechselnden Ausstellungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Marli Hoppe-Ritter vor einem Werk von Imi Knoebel
© VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Tom Oettle

Dass sich die Sammlung so auf das Quadrat konzentriert, wirkt auf den ersten Blick wie „naja, Ritter Sport eben“. Ganz so banal ist es aber nicht. Ich mache immer mal wieder einen Abstecher in die wechselnden Ausstellungen und – obwohl ich keine Kunstkennerin wie Frau Hoppe-Ritter bin – fällt mir auf, wie unterschiedlich sich Künstler mit der geometrischen Form Quadrat auseinander gesetzt haben.

Ausstellungseinblick mit Werken von Imre Bak, István Nádler und Dóra Maurer © VG Bild-Kunst, Bonn und Künstlerin, Foto: Andreas Sporn

Marli Hoppe-Ritter und das Team des Museums wollen übrigens vor allem ihre Begeisterung und Leidenschaft für moderne Kunst möglichst vielen Menschen vermitteln. Deshalb gibt es zum Beispiel für jeden Besucher einen kostenlosen Audioguide. Und ein vielfältiges Programm mit Führungen, Vorträgen, Diskussionsrunden und Ausstellungsrundgängen – hin und wieder auch mit Frau Hoppe-Ritter persönlich. Ihr besonderes Anliegen ist es, die Kreativität von Kindern und Jugendlichen zu fördern und sie für Kunst zu begeistern. Alle unter 18 haben daher freien Eintritt und es gibt viele Angebote wie Kinderführungen, ein Kunsträtsel und ein Kunstatelier.

Kindergruppe vor einem Werk von Sebastian Hempel
© VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Tom Oettle

Im Museum Ritter sind nicht nur Werke aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter zu sehen, sondern es gibt auch regelmäßig Sonderausstellungen zur geometrisch-abstrakten Kunst. Aktuell zeigt zum Beispiel die Ausstellung „Dynamic Light“ Werke des Künstlers Daniel Hausig.

Daniel Hausig, Seitenlicht VI, 2017 (Museum Ritter, 2019)
© VG Bild-Kunst, Bonn, Foto: Daniel Hausig

„Bei Daniel Hausig kommt die Farbe nicht aus der Tube, sondern aus der Steckdose.“ Der Satz stammt nicht von mir, sondern von den Kollegen des Museums, er hat mir aber so gut gefallen, denn er bringt den Kern der Ausstellung auf den Punkt. Es geht hier um Licht als künstlerisches Medium. Da kommen innovative Technologien wie LEDs und zeitbasierte Lichtsteuerungen zum Einsatz, das Licht der Objekte und Skulpturen verändert sich fortwährend und folgt einer bestimmten Lichtregie. Damit wird auch die Umgebung irgendwie in immer neue Farbatmosphären getaucht. Es gibt zum Beispiel eine Installation mit dem Titel „Pool“, bei der ein langsames Farbenspiel an Wellenbewegungen denken lässt. Kurzer Ausflug ans Meer in der Mittagspause, sozusagen. 🙂

Ihr merkt vielleicht, mir hat das richtig gut gefallen. Falls ihr also mal in der Nähe seid: Kommt vorbei und schaut euch das Museum Ritter selbst an. Die Ausstellung „Dynamic Light“ läuft noch bis zum 19.04.2020. Öffnungszeiten und alles Weitere findet ihr auf der Seite des Museum Ritter.

0 Kommentare

Kommentieren