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Im Dreiklang mit Mensch und Natur

Im Dreiklang mit Mensch und Natur

Liebe Blogleser, sind Veganer Vorreiter? Für unsere veganen Sorten gilt das auf jeden Fall. Und zwar nicht nur, weil sie vegan sind – also ohne Milch auskommen, sondern weil wir da bereits etwas geschafft haben, woran wir beim übrigen Sortiment noch intensiv arbeiten.

Wie Ihr wisst, beziehen wir seit Anfang 2018 für unser gesamtes Sortiment zertifiziert nachhaltigen Kakao. Das ist schon mal ein großer und wichtiger Schritt, wenn es darum geht, die sozialen und ökologischen Bedingungen im Kakaoanbau zu verbessern. Die Zertifizierung ist eine Mindestanforderung, die wir an unseren Kakao stellen. Wir wollen aber mehr. Wir wollen möglichst genau wissen, woher unser Kakao stammt, wie und vom wem er angebaut wird. Bei den veganen Sorten haben wir dieses Ziel tatsächlich schon erreicht.

Der Kakao für diese drei Sorten ist nicht nur zertifiziert nachhaltig, er ist zu 100 Prozent rückverfolgbar. Denn er stammt komplett von den Partnern unseres Cacao-Nica Programms.

Mit dem Cacao-Nica Programm fördern wir seit fast 30 Jahren den nachhaltigen Kakaoanbau in Nicaragua. 1990 als privates Entwicklungsprojekt auf Initiative von Marli Hoppe-Ritter gestartet, ist Cacao-Nica heute ein ganz wichtiger Baustein – man könnte auch sagen der Grundstein – in unserer Kakaobezugsstrategie. Ziel des Programms ist es, durch nachhaltige Anbaumethoden die Erträge sowie die Qualität des Kakaos zu verbessern und somit direkt das Einkommen der Bauern zu steigern. Dafür arbeiten wir mit über 3.500 Bauern eng zusammen. Meine Kollegen vor Ort bieten den Bauern zum Beispiel wichtige Beratungsleistungen, die ihnen helfen, Ertrag und Qualität zu steigern.

Eine zentrale Rolle spielt dabei der agroforstwirtschaftliche Anbau, wie wir ihn ja auch auf unserer eigenen Plantage El Cacao umsetzen. Dabei werden neben dem Kakao auf derselben Fläche auch große Bäume wie zum Beispiel Mahagoni angepflanzt. Das ist zum einen ökologisch wichtig, weil so die Artenvielfalt gefördert, der Wasserhaushalt stabilisiert, der Boden vor Erosion geschützt und der Bedarf an Dünge- und Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum reduziert wird. Zum anderen ist eine Diversifikation des Anbaus für die Bauern auch ökonomisch äußerst sinnvoll.

Die wirtschaftliche Situation vieler Cacao-Nica Partner hat sich über die Jahre tatsächlich verbessert. Das haben auch Experten des Südwind-Instituts in einer Studie herausgefunden. Dazu beigetragen hat neben einem Preismodell mit verschiedenen Aufschlägen und Boni vor allem auch die auf Langfristigkeit angelegte Partnerschaft. Sie schafft für die Bauern Planungssicherheit, weil sie sicher sein können, dass wir ihren Kakao zu guten Preisen abnehmen – wenn die Qualität stimmt.

Von Cacao-Nica profitieren am Ende alle: die Bauern, indem sie wichtige Unterstützung beim Anbau und faire Preise für ihren Kakao erhalten, wir als Unternehmen, weil wir qualitativ hochwertigen Edelkakao bekommen und auch ihr. Denn ihr könnt sicher sein, dass der Kakao für eure Schokolade unter guten ökologischen und sozialen Bedingungen angebaut worden ist.

Und weil wir das für alle unsere Sorten wollen, arbeiten meine Kollegen intensiv daran, vergleichbare Partnerschaften zu Bauern auch in anderen Anbauregionen zu etablieren.

1 Kommentar

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  • Cassandra sagt
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    Ach schade, und ich hatte gehofft, die veganen Sorten seien Vorreiter, weil künftig alle Sorten peu a peu veganisiert werden sollen… 😉
    Euer Bemühen die sozialen und ökologischen Standards für den Kakao auszuweiten, finde ich aber auf jeden Fall super!! Weiter so! <3

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