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Quadratisch. Praktisch. Gut. – Was ist eigentlich „gut“?

Quadratisch. Praktisch. Gut. – Was ...

Liebe Blogleser,

den Slogan kennt ihr natürlich. Aber seit den Siebziger Jahren, als dieser  erfunden wurde, hat sich viel verändert – auch bei uns. Die drei Worte jedoch bringen es immer noch auf den Punkt, was RITTER SPORT ausmacht. Ganz besonders dieses „Gut“. Denn darum geht es uns heute wie damals: einfach richtig gute Schokolade zu machen. Aber, was heißt denn heute eigentlich „gut“?

„Unser Kakao. Für die beste RITTER SPORT aller Zeiten“, das steht seit einigen Monaten auf der Rückseite jeder Tafel. Gute Schokolade fängt also mit dem Kakao an. Eigentlich logisch. Denn Schokolade ist ein Naturprodukt. Und wenn die Qualität der Zutaten nicht stimmt, kommt am Ende auch nichts Leckeres dabei heraus.

Aber was macht unseren Kakao denn aus? Ich denke, es sind drei Dinge:

  • der Geschmack
  • die Qualität und
  • die Art des Anbaus

Es wird euch nicht überraschen, dass es einen Zusammenhang zwischen diesen drei Aspekten gibt.

Der Geschmack des Kakaos wird grundsätzlich von der Sorte bestimmt. Dabei unterscheidet man im Wesentlichen zwischen drei Sorten: Criollo, Forastero und Trinitario. Criollo ist eine Edelkakaosorte, die als fruchtig, blumig und sehr facettenreich charakterisiert wird. Forastero gilt als robuste Sorte mit einer klaren und einfachen Kakaonote. Trinitario verbindet als Kreuzung der beiden anderen Sorten, die Robustheit des Forasteros mit dem geschmacklichen Reichtum des Criollo. Dann gibt es natürlich noch unzählige Untersorten, die ähnlich wie wir es vom Wein kennen, aufgrund ihrer geographischen Herkunft – man nennt das auch Provenienz – durch das Klima vor Ort oder die Bodenbeschaffenheit noch für individuelle Geschmacksnuancen sorgen. Bei unserer Kakao-Klasse könnt ihr übrigens ganz gut die Unterschiede der drei Provenienzen Ghana, Nicaragua und Peru erschmecken. Auch wenn sich die drei Sorten in ihrem Kakaogehalt unterscheiden, so kann man sich die geschmacklichen Besonderheiten doch gut auf der Zunge zergehen lassen. Unseren Kakao suchen wir danach aus, dass er genau den Geschmack trifft, den sich meine Kollegen in der Produktentwicklung für eine Sorte vorstellen.

Neben der Sorte hat auch die Qualität des Kakaos entscheidenden Einfluss auf den Geschmack. Vor allem die sogenannte Nacherntebehandlung, also die Trocknung und Fermentation des Kakaos. Hier werden wichtige Weichen gestellt, zum Bespiel was den Säuregrad des Kakaos betrifft. Fehler in der Nacherntebehandlung lassen sich hinterher nicht mehr ausbügeln und sind somit auch in der Schokolade schmeckbar.

Wir sind davon überzeugt, dass die Qualität unseres Kakaos maßgeblich von den Anbaubedingungen beeinflusst wird. Damit meine ich nicht, ob der Baum gedüngt wird oder nicht, sondern wie es den Menschen geht, die den Kakao anbauen. Wirklich guten Kakao bekommen wir nur, wenn es den Menschen vor Ort auch gut geht. Denn wenn die eigene wirtschaftliche Situation schwierig ist, wird Qualität zum Luxusproblem.

Deshalb ist uns der direkte Kontakt zu den Kakaobauern so wichtig. Nur wenn wir wissen, wer unseren Kakao anbaut, können wir durch konkrete Unterstützung vor Ort positiv auf die ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen einwirken. Mit unserem Modell der Partnerschaften, das wir in Nicaragua schon sehr lange umsetzen und das wir in ähnlicher Form inzwischen auch in anderen Regionen etablieren, wollen wir genau das erreichen.

Vielleicht erklärt das auch, warum wir uns nicht mit dem Bezug von zertifiziert nachhaltigem Kakao zufrieden geben, ein Siegel auf unsere Tafeln packen und „den lieben Gott einen guten Mann sein lassen“. Dass wir inzwischen ausschließlich zertifiziert nachhaltigen Kakao beziehen, ist ein wichtiger Meilenstein, aber die Zertifizierung stellt für uns lediglich eine Mindestanforderung an unseren Kakao dar. Wir wollen mehr: den direkten Kontakt zu Bauern und Kooperativen.

Denn nur so bekommen wir wirklich guten Kakao für die beste RITTER SPORT aller Zeiten.

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