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Wie Nachhaltigkeit Alltag wird

Wie Nachhaltigkeit Alltag wird

Liebe Blogleser,

wenn wir ganz ehrlich sind, ist es gar nicht so leicht, den eigenen Alltag nachhaltiger zu gestalten. Oder wie geht euch das? Bei einem Unternehmen, in dem über 1.500 Menschen in vielen verschiedenen Abteilungen und mit den unterschiedlichsten Aufgaben arbeiten, ist das nicht unbedingt einfacher. Unser Anspruch hier bei RITTER SPORT ist es, in Einklang mit Mensch und Umwelt zu wirtschaften. Wie aber kann es gelingen, dass jeder Nachhaltigkeitsaspekte bei seiner täglichen Arbeit berücksichtigt? Das habe ich jemanden gefragt, der es wissen muss: unser Nachhaltigkeitsmanager Georg Hoffmann.

Wie bringt man ein Unternehmen dazu, nachhaltig zu handeln?

„Dafür braucht es zunächst sicherlich den erklärten Willen der Unternehmensleitung. Bei RITTER SPORT ist das glücklicherweise immer der Fall gewesen. Denn wir haben eine Inhaberfamilie, die fest davon überzeugt ist, dass nur ein nachhaltig wirtschaftendes Unternehmen zukunftsfähig ist. Diese Einstellung prägt unser Unternehmen und auch uns alle, die wir hier arbeiten. Vieles von dem, was wir heute unter dem Oberbegriff Nachhaltigkeit tun, hat eine lange Tradition. Zum Beispiel das Cacao-Nica Programm zur Förderung des nachhaltigen Kakaoanbaus in Nicaragua. Das gibt es seit fast 30 Jahren. Da war von „Nachhaltigkeit“ noch gar nicht die Rede.“

Cacao-Nica: Programm für nachhaltigen Kakaoanbau mit inzwischen fast 30 Jahren Tradition

Aber mit Traditionen und Überzeugungen allein ist es doch nicht getan?

„Natürlich nicht. Wer langfristig nachhaltig wirtschaften will, muss diesen Gedanken als Grundprinzip in seine tägliche Arbeit integrieren. Und zwar jeder einzelne von uns. Wir haben 2010 damit begonnen, unser langjähriges Engagement zu strukturieren und systematisch anzugehen. Das heißt, wir haben ein ganzheitliches Konzept mit klaren Strukturen und kontinuierlichen Prozessen geschafften.“

Du sprichst von unserem Nachhaltigkeitsfahrplan?

„Ja, in dem haben wir jährlich Fokusprojekte mit messbaren Zielen und klaren Verantwortlichkeiten definiert. Der Fahrplan war auch ein wichtiges Instrument, um alle Mitarbeiter auf die Reise mitzunehmen und ihnen leicht und transparent einen Überblick über unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten zu verschaffen. Jetzt gehen wir einen Schritt weiter. Das Thema Nachhaltigkeit geht künftig in der unternehmensübergreifenden Projektfluss-Steuerung auf. Das heißt, auch Nachhaltigkeitskriterien müssen immer berücksichtigt werden genauso, wie zum Beispiel Wirtschaftlichkeit. Das betrifft dann den Rohstoffeinkauf ebenso wie den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes oder die Anschaffung von Büromaterialien.“

Ausgezeichnet: Georg Hoffmann nimmt zusammen mit Alfred T. Ritter und Andreas Ronken den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2018 entgegen.

Nachhaltigkeit ist also nicht mehr auf einzelne Projekte beschränkt.

„Genau. Nachhaltigkeit ist heute Teil unseres Alltagsgeschäfts und eben kein Zusatzprojekt mehr. Wir haben erreicht, dass unsere Nachhaltigkeitsstrategie im Unternehmen so präsent ist, dass die automatisch mitgedacht wird.“

Wenn inzwischen alle am Thema Nachhaltigkeit arbeiten, was macht denn dann unser Nachhaltigkeitsmanager? Nicht, dass dir langweilig wird. 😉

„Keine Sorge. In diesem Jahr steht zum Beispiel wieder ein Audit für die ZNU-Zertifizierung an. Im aktualisierten ‚ZNU-Standard Nachhaltiger Wirtschaften‘ wird zum Beispiel der Beitrag eines Unternehmens zu den globalen ‚Sustainable Development Goals‘ der Vereinten Nationen stärker betont. Nach 2013 und 2016 wollen wir auch 2019 die ZNU-Zertifizierung schaffen. Da bleibt noch genug zu tun …“

Zu den SDG der Vereinten Nationen gibt’s demnächst hier auf dem Blog mehr. Zum Schluss noch eine Frage: Wie lebst du denn ganz persönlich Nachhaltigkeit?

„Das fängt ja bei den kleinen Dingen des Alltags an. Im Supermarkt lieber bei saisonalen Produkten und regionalen Anbietern zuzugreifen, Lebensmittel richtig zu lagern und zu Hause zum Beispiel auf energieeffiziente Geräte zu achten.“

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