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Wo Kindheitsträume wahr werden

Wo Kindheitsträume wahr werden

Liebe Blogleser,

in einer Schokoladenfabrik zu arbeiten ist sicher auch für viele von euch so etwas wie ein Kindheitstraum. Das gilt natürlich nicht für jeden Job hier bei uns, denn viele von uns haben nur mittelbar mit Schokolade zu tun. In das Geheimnis der Schokoquadrate eingeweiht, sind vor allem diejenigen Kolleginnen und Kollegen, die hier als Süßwarentechnologinnen und -technologen arbeiten. Weil mein Thema ja die Nachhaltigkeit ist und es dabei immer um zukünftige Generationen geht, habe ich mir mal die Ausbildung zum Süßwarentechnologen angeschaut.

Azubi Christoph ist voll in seinem Element

In unserer Ausbildungswerkstatt, dem „Lernquadrat“, treffe ich Christoph. Er ist einer von zurzeit neun angehenden Süßwarentechnologen und bereits im dritten Ausbildungsjahr. Für ihn ist die Ausbildung tatsächlich so etwas wie ein Kindheitstraum. Mit seinen Eltern hat Christoph früher gelegentlich unsere Schokoausstellung besucht, wo eine Miniatur-Fabrik – übrigens von ehemaligen Auszubildenden gebaut – steht. Drückt man auf einen Knopf, fährt ein LKW vor und wird mit einem RITTER SPORT mini beladen. Das hat ihn offenbar so fasziniert, dass er heute selbst Schokolade herstellen will. Im Lernquadrat ist Christoph daher ganz in seinem Element. „Natürlich geht es in der Ausbildung vor allem um die Produktion an den großen Anlagen. Wir lernen aber auch, Schokolade und verschiedene Füllungen von Hand herzustellen“, erklärt er mir.

Im Lernquadrat üben die Auszubildenden jeden Produktionsschritt im Kleinen, experimentieren mit verschiedenen Zutaten und stellen Schokolade quasi in Einzelfertigung her. Mein Kollege Nicolas ist der Ausbildungsleiter. „Was wir hier machen ist reines Handwerk und eine wichtige Voraussetzung für die künftige Arbeit an den hochtechnologisierten Anlagen. Natürlich gehört zur Ausbildung aber auch ein ordentliches Maß Theorie.“ Nicolas legt Wert darauf, dass die Azubis lernen, selbständig zu arbeiten, sich einzubringen und Prozesse zu hinterfragen. „So trägt auch ihre Kreativität dazu bei, dass wir immer wieder ein Stückchen besser werden.“

Ausbildungsleiter Nicolas im „Lernquadrat“

Apropos Kreativität: Die ist auch bei der Abschlussprüfung am Ende des dritten Ausbildungsjahres gefragt. Denn da kreiert jeder sein eigenes Produkt. Von der Beschaffung der Zutaten bis zur Produktion auf der Versuchsanlage steuern die Azubis den kompletten Prozess ihres Produktes. Am Ende kürt ein Experten-Gremium die Gewinner-Sorte. Sie wird dann als Sonderedition in begrenzter Stückzahl produziert und im SchokoShop verkauft. Christoph scheint sich geradezu darauf zu freuen. „Es ist vor allem die kreative Arbeit, die mir in der Ausbildung am meisten Spaß macht. Eigene Ideen zu entwickeln und verschiedene Zutaten auszuprobieren, ist toll.“

Insgesamt gibt es bei uns zurzeit 37 Nachwuchskräfte. Neben dualen Studenten sind das Auszubildende der Bereiche Mechatronik, Fachinformatik und eben Süßwarentechnologie sowie angehende Industriekaufleute. Unsere Übernahmequote liegt übrigens bei 100 Prozent.

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