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Nachhaltige Vielfalt

Nachhaltige Vielfalt

Liebe Blogleser,

was haben Mitarbeiterzufriedenheit, Energieeffizienz und Rohstoffeinkauf gemeinsam? Richtig, das alles gehört zum RITTER SPORT Nachhaltigkeitsprogramm. Es dreht sich nämlich selbst bei uns nicht immer alles nur um Kakao. Vor kurzem ist unser neuer Fortschritts- und Nachhaltigkeitsbericht erschienen. Er fasst das bisher Erreichte zusammen und formuliert konkrete Ziele für die Zukunft. Weil der Bericht aber über 50 Seiten hat, will ich euch heute mal einen kleinen Überblick verschaffen.

Natürlich ist das Thema Kakao auch in unserem Nachhaltigkeitsbericht ein ganz zentrales. Die inzwischen erfolgte Umstellung auf 100 Prozent zertifiziert nachhaltigen Kakao, die Fortschritte auf unserer eigenen Plantage oder der Ausbau von Partnerschaften mit Bauern und Kooperativen in unterschiedlichen Anbauländern sind für uns von besonderer Bedeutung. Nachhaltigkeit bei RITTER SPORT hört aber eben nicht beim Kakao auf und das hat ganz viel mit der Familie Ritter und ihrer persönlichen Einstellung zu unternehmerischem Handeln im Einklang mit Mensch und Natur zu tun. Daraus hat sich ein vielfältiges Engagement entwickelt.


Familie Ritter

Seit 2010 befassen wir uns damit, dieses langjährige Engagement strukturiert und systematisch anzugehen. Der aktuelle Nachhaltigkeitsbericht ist inzwischen der dritte. Er erscheint alle zwei Jahre und gibt Auskunft darüber, was wir in den vergangenen Jahren geschafft haben, was wir noch planen und wie wir diese Ziele erreichen wollen. Das Ganze ist nicht irgendwie willkürlich, sondern orientiert sich inhaltlich an den Empfehlungen der Global-Reporting Initiative und den Anforderungen der ZNU-Zertifizierung „Nachhaltiger WirtschaftenFOOD“.

Unseren Nachhaltigkeitsaktivitäten liegen drei Handlungsfelder zugrunde: Rohstoffbezug, ökologische Effizienz und gesellschaftliche Auswirkungen. Zum Bereich Rohstoffbezug gehört natürlich in erster Linie alles, was mit Kakao zu tun hat. Aber auch für alle anderen Rohstoffe gelten nicht nur strenge Qualitätsanforderungen, sondern auch klar definierte Nachhaltigkeitskriterien.

Zur ökologischen Effizienz zählt unter anderem unsere Vision vom klimaneutral wirtschaftenden Unternehmen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistet unsere eigene Plantage El Cacao. Der nachhaltige Anbau in Agroforstsystemen dort bindet nämlich in hohem Maße CO₂ im Boden. Hinzu kommt ein intelligentes Energiemanagement am Produktionsstandort Waldenbuch mit kontinuierlichen Energieeinsparungen. So sind wir heute kurz davor, diese Vision Realität werden zu lassen.


Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller überreicht meinen Kollegen Ernst und Benjamin eine Auszeichnung für Ressourceneffizienz.

Die Auswirkungen unseres Handelns auf die Gesellschaft sind vielfältig. Ganz unmittelbar betrifft das natürlich die RITTER SPORT Mitarbeiter. Rund 1550 Kolleginnen und Kollegen habe ich. Nachhaltigkeit bedeutet auch, für möglichst optimal gestaltete Arbeitsbedingungen zu sorgen und so zur persönlichen Zufriedenheit und Motivation aller Mitarbeiter beizutragen. Das gilt übrigens nicht nur für uns hier in Deutschland, sondern zum Beispiel auch für meine Kollegen in Nicaragua. 2018 wurde RITTER SPORT als eines der 100 besten Unternehmen Deutschlands mit dem „Great Place to Work Award“ ausgezeichnet :).

Meine Kollegin Anna, Leiterin Personalentwicklung, diskutiert mit Kollegen die Ergebnisse der Great Place to Work Umfrage.

Eine zentrale Aufgabe des Nachhaltigkeitsberichts ist es übrigens, den Dialog mit allen Stakeholdern zu fördern. Dazu gehört natürlich auch ihr! Also: Wer Lust hat, kann ja mal einen Blick in den Bericht werfen. Und ich freue mich über eure Kommentare, Fragen und Anregungen.

5 Kommentare

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  • Willy Dumaz sagt
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    Guten Tag,
    das Logo UNSER KAKAO auf Ihrer Schokolade sieht aus wie ein Gütesiegel und führt auf eine Internetseite, die mit Formulierungen wie “100 Prozent zertifiziert nachhaltig” und “persönliche Partnerschaften” den Eindruck erweckt, ihr Produkt sei besonders ökologisch und fair. Tatsächlich ist aber IHR KAKAO offenbar weder Bio noch Fair… Es werden also umweltschädliche Pestizide verwendet und die Menschen erhalten keine faire Bezahlung. Oder warum haben Sie diese Siegel nicht?

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    • Gianna (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Willy, vielen Dank für dein Kommentar.
      Wir verstehen, dass Siegel für viele Verbraucher eine wichtige Orientierung bieten. Dass Ritter Sport auch nach der Umstellung auf 100 Prozent zertifiziert nachhaltigen Kakao kein Siegel tragen wird, hat unterschiedliche Gründe: Zum einen verwenden wir nicht nur Kakao eines einzelnen Zertifizierers, sondern von mehreren. Wobei die Welt der Siegel sich aktuell stark verändert, wie wir am Zusammenschluss von Rainforest Alliance und UTZ sehen. Zum anderen sind Veränderungen der Verpackung bei unserer Produktvielfalt eine erhebliche Investition und kurzfristig nicht umsetzbar. Zumal die Folien mit großem zeitlichen Verlauf und auf Vorrat produziert werden. Diese nicht weiter zu verwenden, widerspricht unserer Überzeugung von Nachhaltigkeit.
      Das klassische Fairtrade-Siegel kommt für uns nicht infrage, weil damit auch verbunden wäre, dass wir zum Beispiel anstatt deutschen Rübenzuckers, Fairtrade Rohrzucker von weit her beziehen müssten (Regel: All that can be Fairtrade must be Fairtrade). Anders sieht es beim Siegel des Fairtrade Kakaoprogramms aus. Dabei geht es jedoch um den Rohstoffeinkauf und nicht um die Zertifizierung von Endprodukten.
      Da zudem die Menge des Kakaos, den wir über Fairtrade beziehen aktuell kontinuierlich größer wird, halten wir ein solches Siegel eher für irreführend als für hilfreich.
      100 Prozent zertifiziert nachhaltiger Kakao bedeutet, dass wir ausschließlich Kakao beziehen, der nach bestimmten Standards wie keine illegale Kinderarbeit, Schutz natürlicher Ressourcen etc. angebaut worden ist. Das dient sowohl ökologischen Aspekten als auch der gerechteren Bezahlung der Bauern und Arbeiter im Kakaoanbau. Um sicherzustellen, dass diese Standards auch eingehalten werden, werden regelmäßige Audits durchgeführt. Das heißt, unabhängige Experten besuchen im Auftrag von zum Beispiel Fairtrade oder UTZ die Bauern vor Ort und kontrollieren die sozialen und ökologischen Anbaubedingungen. Zusätzlich führen wir auch selbst Audits durch, indem Ritter Sport Mitarbeiter regelmäßig zu den unterschiedlichen Lieferanten unserer Rohstoffe reisen.
      Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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  • Katharina sagt
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    Hallo zusammen,
    Auf diesen Blog bin ich beim Öffnen der RitrerSport gestoßen, also der Verweis war bestens positioniert 😉
    Als Verbraucher freue ich mich, dass ihr Nachhaltigkeit schon so lange anstrebt. Die ersten Seiten des Berichts fand ich sehr interessant. Haben Sie noch mehr Infomaterial, ich schreibe meine Bachelorarbeit über Familienunternehmen und deren Wertüberezugung, und würde mich gerne auf Ihren Bericht beziehen, wenn das okay wäre? Und so leckere Schokolade 😀 Besten Gruß

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  • Tino Heer sagt
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    Ist hier der richtige Ort, wo ich ein großes Lob hinterlasse? Auf die “Kakaoklasse” und hier im speziellen die 74%-kräftige aus PERU?
    Seit Jahren esse ich gerne dunkle Schokolade jenseits der 70%. Hier war eure bisherige dunkle mit den kleinen Rippchen schon ganz hervorragend. Aber diese 74%ige aus der Kakaoklasse schlägt alles! Sensationell. Purer Kakaogenuss, nicht bitter, nur kakaoig. Eure Beschreibung “fein, fruchtig, würzig” trifft es voll. Und “Schokakaolade” noch besser!
    Top, größtes Lob, ihr bleibt mit weitem Abstand meine no.1 bei Schokolade!
    Gruß
    Tino Heer

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    • Gianna (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hi Tino, vielen Dank für dein herzliches Feedback! Es freut uns, dass dir unsere Kakao-Klasse so gut gefällt! 🙂 Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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