Zurück

Ein Idealist auf seiner Mission in Sachen Kakao

Ein Idealist auf seiner Mission in Sachen ...

Liebe Blogleser, warum zieht jemand mit 57, einem Alter, wo andere langsam an die Rente denken, von Tansania nach Nicaragua und übernimmt die Aufgabe, eine Kakaoplantage zu leiten? Ich finde, das ist eine berechtigte Frage. Und deshalb habe ich sie meinem Kollegen Volker Schuckert gestellt. Denn der hat genau das gemacht.


Auch wenn es anders aussieht: Ein Landwirt wie aus dem Bilderbuch ist mein Kollege Volker nicht.

Zugegeben, auf diesem Foto sieht er mit Strohhut und kariertem Hemd ein bisschen aus wie ein Landwirt aus dem Bilderbuch. Aber Volker ist alles andere als das. Sein halbes Leben hat er auf Plantagen in aller Welt verbracht. Seit Ende 2017 lebt und arbeitet er auf El Cacao – unserer Kakaoplantage in Nicaragua. Volker ist definitiv ein ungewöhnlicher Mann, mit einem bewundernswerten Idealismus und zugleich ein pragmatischer Realist. Grund genug, euch Volker heute etwas näher vorzustellen.

Volkers neues Zuhause – unsere Kakaoplantage El Cacao

„Das Fernweh und die Neugier auf andere Menschen und fremde Länder, haben mich immer getrieben“, erzählt mir Volker, als ich mit ihm bei meinem letzten Besuch auf El Cacao über die Plantage laufe, die heute sein Zuhause ist. Volker ist gelernter Agraringenieur und stammt ursprünglich aus der Nähe von Heidelberg. Sein Beruf hat ihn über Indien und Tansania nach Nicaragua geführt. Als landwirtschaftlicher Geschäftsführer leitet er unsere Kakaoplantage El Cacao.


Mit Danilo Valle, Leiter des Anbaus, diskutiert Volker die Qualität des kürzlich geernteten Kakaos.

Als ich Anfang des Jahres dort war, wurde auf El Cacao gerade die erste Ernte eingefahren. Seine Aufgabe bestehe jetzt vor allem darin, die Plantage voranzutreiben und dafür zu sorgen, dass sie in ein paar Jahren wirklich die angestrebten 25 Prozent unserer Kakaomasse liefere, hat mir Volker erklärt. Dabei betont er immer wieder, was für ein tolles Team er hier vorgefunden habe und was für großartige Arbeit seine heutigen Mitarbeiter schon bisher geleistet hätten. Gegenseitiger Respekt ist ihm wichtig, das wird mir schnell klar. Und der hört nicht bei einem sachlichen, freundlichen Umgangston auf. „Respekt gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der Plantage äußert sich vor allem darin, dass wir faire Löhne zahlen, Möglichkeiten zur Weiterbildung anbieten und ganz grundsätzlich qualifizierte Jobs schaffen. Viele der Leute, die hier arbeiten, erleben so etwas zum ersten Mal“, berichtet mir Volker.

Gleichzeitig lässt er keinen Zweifel daran, dass damit auch Erwartungen verbunden sind: „Es gibt keine Entschuldigung für schlechte Qualität,“ – ein Satz, wie er auch bei uns in Waldenbuch fallen könnte – „jeder von uns hier muss gute Arbeit abliefern, damit am Ende Ertrag und Qualität des Kakaos stimmen.“


Einfach ein spannender Gesprächspartner.

Genau das sei es, was ihn an El Cacao so begeistere: Die Vision, die dahinter stehe: „Hier geht es darum, eine wirklich nachhaltige Plantage aufzubauen und zwar ohne Weltverbesserer zu sein, sondern mit dem klaren Anspruch, das Ganze wirtschaftlich erfolgreich zu machen. El Cacao ist genau das, wonach ich gesucht habe.“

0 Kommentare

Kommentieren