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Geschafft! 100 Prozent zertifiziert nachhaltig.

Geschafft! 100 Prozent zertifiziert ...

Liebe Blogleser,

was ist für euch gute Schokolade? In erster Linie sicher Schokolade, die euch schmeckt. 😉 Gute Schokolade hat also etwas mit Qualität zu tun. Gute Schokolade hat aber auch etwas damit zu tun, wie sie hergestellt wird, inwieweit ökologische und soziale Standards eingehalten werden – und zwar nicht nur bei der Produktion, sondern bereits beim Anbau der Zutaten. Und damit sind wir wieder beim Kakao, der wichtigsten Zutat bei der Schoko-Produktion.

Ich habe in den letzten Monaten hier immer wieder über unseren Weg zu 100 Prozent zertifiziert nachhaltigem Kakao berichtet. Heute habe ich eine tolle Neuigkeit: Wir haben es geschafft!

Ab sofort bezieht RITTER SPORT für das gesamte Sortiment ausschließlich zertifiziert nachhaltigen Kakao.

Das ist großartig! 😍 Klingt vielleicht abstrakt, hat aber ganz konkrete Auswirkungen.

Täglich verlassen rund drei Millionen Tafeln unser Werk in Waldenbuch. Dafür verarbeiten wir etwa 10.000 Tonnen Kakao pro Jahr. Wenn wir nun ausschließlich zertifiziert nachhaltigen Kakao beziehen, heißt das, unser Kakao entspricht ganz konkreten Nachhaltigkeitskriterien. Dazu zählen ökologische Anforderungen wie der Schutz der Regenwälder, aber vor allem auch soziale Standards wie eine gerechte Bezahlung der Bauern und Arbeiter sowie insbesondere das Verbot illegaler Kinderarbeit. Unabhängige Organisationen wie Fairtrade oder UTZ überprüfen regelmäßig die Einhaltung dieser Standards. Sie zertifizieren den Kakao.

RITTER SPORT ist übrigens der erste große Tafelschokoladehersteller, der sein gesamtes Sortiment und nicht nur einzelne Produktgruppen auf zertifiziert nachhaltigen Kakao umstellt. Wenn ihr euch mal vor Augen führt, wie viele verschiedene Sorten es bei uns gibt – und echte Schokofans wissen, dass es mehr als 40 sind 😉 – könnt ihr vielleicht nachvollziehen, dass diese Umstellung für uns ein großer und wichtiger Schritt ist. Viele meiner Kolleginnen und Kollegen haben lange und intensiv daran gearbeitet, um dies zu ermöglichen. 🙂

Dass wir dieses wichtige Ziel unseres Nachhaltigkeitsprogramms nun deutlich früher als ursprünglich erwartet erreichen, hat mehrere Gründe. Zum einen ist das Angebot an zertifiziert nachhaltigem Kakao am Weltmarkt größer als noch vor ein paar Jahren. Zum anderen ist die frühzeitige Umstellung auf 100 Prozent zertifiziert nachhaltigen Kakao auch auf unsere erfolgreiche Direct Sourcing-Strategie zurückzuführen. Über den Direktbezug als eine Säule unseres Kakaobezugs habe ich euch unter anderem am Beispiel von Cacao-Nica schon häufiger berichtet. Seit fast 30 Jahren gibt es dieses Programm in Nicaragua und inzwischen konnten wir den Direktbezug auch auf andere Regionen der Welt wie zum Beispiel die Elfenbeinküste ausdehnen.

Diesen Direktbezug wollen wir weiter ausbauen. Denn die Umstellung unseres gesamten Kakaobezugs auf 100 Prozent zertifiziert nachhaltige Ware ist nur ein erster Schritt. Unser Ziel ist größtmögliche Transparenz. Das heißt, wir wollen genau wissen, wo unser Kakao herkommt und wie er angebaut wird. Ein Weg, das zu erreichen, ist der direkte Kontakt zu Bauern und Kooperativen. Und natürlich auch der Anbau auf unserer eigenen Kakaoplantage El Cacao.

Wir haben also ein erstes, wichtiges Etappenziel erreicht. Und darüber freuen wir uns! 🙂 Aber das Thema Kakao wird uns alle weiter beschäftigen. Und ich halte euch hier weiter auf dem Laufenden.

 

23 Kommentare

Kommentieren
  • Simon sagt
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    Von UTZ würde ich als Unternehmen die Finger lassen. Wird von zertifizierten Plantagen nur als Marketing-Instrument betrachtet und das sagen viele auch offen.

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  • Bella sagt
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    Ist der Kakao, der für das „normale“ Sortiment verwendet wird nun auch automatisch bio? Oder gilt das nur für das „Bio-Sortiment“ ?

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Bella, wie du im Beitrag oben gelesen hast, beziehen wir für unser gesamtes Sortiment ausschließlich zertifiziert nachhaltigen Kakao. Das ist jedoch nicht gleichzusetzen mit Bio-Kakao. Beim zertifiziert nachhaltigen Kakao geht es vor allem darum, dass unabhängige Experten z. B. von Fairtrade oder UTZ regelmäßig überprüfen, das bestimmte soziale und ökologische Standards beim Anbau eingehalten werden. Dazu zählt u. a. dass es keine illegale Kinderarbeit gibt oder dass die natürlichen Ressourcen geschützt werden. Für den Anbau von Bio-Kakao gelten andere Regeln insbesondere für den Einsatz von Dünge- oder Pflanzenschutzmitteln, was zu geringeren Erträgen führt und damit den Bio-Kakao erheblich teurer macht. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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  • Barbara sagt
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    Nachhaltig gut und schön, aber zwischen den einzelnen Siegeln gibt es sooo große Unterschiede! Wer zertifiziert den Kakao denn jetzt? Fair Trade oder „nur“ UTZ?

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Barbara, 100 Prozent zertifiziert nachhaltiger Kakao bedeutet, dass wir ausschließlich Kakao beziehen, der nach bestimmten Standards wie keine illegale Kinderarbeit, Schutz natürlicher Ressourcen etc. angebaut worden ist. Das dient sowohl ökologischen Aspekten als auch der gerechteren Bezahlung der Bauern und Arbeiter im Kakaoanbau. Um sicherzustellen, dass diese Standards auch eingehalten werden, werden regelmäßige Audits durchgeführt. Das heißt, unabhängige Experten besuchen im Auftrag von zum Beispiel Fairtrade oder UTZ die Bauern vor Ort und kontrollieren die sozialen und ökologischen Anbaubedingungen. Zusätzlich führen wir auch selbst Audits durch, indem Ritter Sport Mitarbeiter regelmäßig zu den unterschiedlichen Lieferanten unserer Rohstoffe reisen.Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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      • Andi sagt
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        Hallo Petra, was ich nicht ganz verstehe: D.h. der Kakao ist von verschiedenen Organisationen kontrolliert. Die Schokolade bekommt aber kein „Fairtrade“ o.Ä. Siegel? Womit hängt dies zusammen und womit ist dies für den Kunden nachprüfbar?

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        • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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          Hi Andi, wir verstehen, dass Siegel für viele Verbraucher eine wichtige Orientierung bieten. Dass Ritter Sport auch nach der Umstellung auf 100 Prozent zertifiziert nachhaltigen Kakao kein Siegel tragen wird, hat unterschiedliche Gründe: Zum einen verwenden wir nicht nur Kakao eines einzelnen Zertifizierers, sondern von mehreren. Wobei die Welt der Siegel sich aktuell stark verändert, wie wir am Zusammenschluss von Rainforest Alliance und UTZ sehen. Zum anderen sind Veränderungen der Verpackung bei unserer Produktvielfalt eine erhebliche Investition und kurzfristig nicht umsetzbar. Zumal die Folien mit großem zeitlichen Verlauf und auf Vorrat produziert werden. Diese nicht weiter zu verwenden, widerspricht unserer Überzeugung von Nachhaltigkeit. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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          • Fan von Miki Mistrati sagt
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            2 illegale Kinderarbeit ansehen. Warum verwendet Ritter Sport den gleichen beschönigenden Begriff wie NESTLÉ?!

            Übrigens wird in dem Film Schmutzige Schokolade 2 auch über UTZ und Rainforrest Allianz berichtet. Es wirkt dann allerdings so, als würden diese beiden Siegel Kindersklaverei besiegeln, denn auf den UTZ und Rainforrest Allianz zertifizierten Farmen arbeiten Kindersklaven.

            Ich erkenne die Fortschritte bei Ritter Sport schon an,

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          • Fan von Miki Mistrati sagt
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            3 aber wenn Sie ähnlich handeln wie NESTLÉ, dann stellen Sie sich selbst mit diesem Unternehmen in eine Ecke. In die Ecke: „Wir leugnen unsere Verantwortung dafür, dass Kinder versklavt werden und wir davon profitieren und darum nennen wir Kindersklaverei nur illegale Kinderarbeit.“

            Ich und viele Kunden sind vom Fairtrade Siegel überzeugt. Sicherlich ist es nicht perfekt. Dann helfen Sie bitte es besser zu machen. Es ist unabhängiger als UTZ und Rainforrest Allianz, ohne nachweisbare unabhängige Kontrollen geht es leider nicht.

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          • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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            Wir kennen diese Kritik. Der Bezug von zertifiziert nachhaltigem Kakao kann nicht alle Probleme lösen. Unser Ziel ist es deshalb, so viel Kakao wie möglich direkt zu beziehen, um so den unmittelbaren Kontakt zu den Bauern und Kooperativen und damit Einfluss auf die sozialen und ökologischen Bedingungen im Kakaoanbau zu haben. Der Bezug von ausschließlich zertifiziert nachhaltigem Kakao für unser gesamtes Sortiment ist nur ein erster, aber überaus wichtiger Schritt auf diesem Weg. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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      • Fan von Miki Mistrati sagt
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        1 Sie und besonders gerne NESTLÉ sprechen bei dem Thema gerne von „Kinderarbeit“. Wie Mistrati im Film die Schmutzige Schokolade 1 und 2 zeigte, geht es jedoch darum, dass Kinder entführt, verkauft und in einem fremden Land mit körperlicher Gewalt zum Arbeiten gezwungen werden: Das IST Kindersklaverei! Wenn ein Bauer sein eigenes Kind hin und wieder auf dem Feld arbeiten lässt, dann ist das Kinderarbeit und wenn das Kind zu viel Arbeitet, dann würde ich es als

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        • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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          Hi! Wir benutzen bewusst den weitergefassten Begriff vom „Verbot illegaler Kinderarbeit“, weil das auch die Fälle einschließt, wo Bauern ihre eigenen Kinder anstatt sie zur Schule zu schicken, auf ihren Kakaoplantage arbeiten lassen. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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          • Fan von Miki Mistrati sagt
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            Vielen Dank für Ihre Antwort. Verstehen Sie denn auch, dass es sich wie ein Euphemismus anhört, wenn Sie den Begriff Kindersklaverei vermeiden? Sie erkennen offensichtlich an, dass es etwas anderes ist, wenn Bauern ihre eigenen Kinder nicht regelmäßig zur Schule schicken (so wie viele unserer Eltern es auch erlebten) als wenn sie sich Kinder aus einem anderen Land anschleppen lassen und als Sklaven halten. Tun Sie sich den Gefallen und nennen Sie einfach beides beim Namen. Bitte bitte bitte!

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  • Timo sagt
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    Leider wir nicht richtig klar was hier „100% Nachhaltig“ bedeutet. Der Artikel sollte das eigentlich auflösen, solange werden viele Kunden denken, dass das Greenwashing ist. Das sollte auch unabhängig zertifiziert werden. UTZ ist da leider nicht genug. Auf UTZ-Plantagen arbeiten Kindersklaven. Das ist ausreichend dokumentiert.

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Timo, wir können deine Skepsis durchaus nachvollziehen. Die Umstellung auf 100 Prozent zertifiziert nachhaltigen Kakao ist aber eine erste, wichtige Etappe auf dem Weg zu größtmöglicher Transparenz. Wir wollen genau wissen, woher unser Kakao stammt und wie er angebaut wird. Das geht über den Bezug zertifizierter Rohstoffe hinaus. Unser Ziel ist die Rückverfolgbarkeit bis zur Erzeugerorganisation. Um uns immer wieder auch selbst ein Bild von den sozialen und ökologischen Anbaubedingungen machen zu können, reisen wir tatsächlich regelmäßig selbst in die Ursprungsländer und besuchen unsere Lieferanten vor Ort. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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      • Fan von Miki Mistrati sagt
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        Erfolgen diese Besuche unangekündigt? Können Sie sich frei auf den Plantagen bewegen? Gibt es Berichte über diese Kontrollen? Kommen unabhängige Zeugen mit auf diese Besuche?

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        • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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          Hallo, vielen Dank für deine Nachricht. Sowohl unsere eigenen Audits als auch die der Zertifizierer erfolgen umangekündigt und werden protokolliert. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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    • Hedwig Fritz sagt
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      Wo kann ich die Informationen über Kindersklaven auf UTZ-Plantagen finden?

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  • Melanie sagt
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    Hallo RitterSport,
    das hört sich doch super an!
    Direct Sourcing ist doch eine tolle Einkaufsstrategie, mit der Sie es sich sicher nicht immer einfach gemacht haben, die aber im Blick auf die Transparenz einfach große Vorteile hat – und spätestens jetzt Früchte trägt, denke ich. Zudem de-anonymisiert man so den Welthandel ein Stück weit, was denke ich für beide Seiten Vorteile hat – Produkt und Rohstoff bekommen ein „Gesicht“.

    Mich würde nun noch sehr interessieren, wie hoch der Anteil aus Direct Sourcing etwa ist und wie hoch der restliche Anteil.
    Und wie ist es zu verstehen, dass ein Teil UTZ zertifziert ist und ein anderer Teil Fairtrade-zertifiziert? Oder sind alle Rohstoffe mit beiden Siegeln zertifiziert? Kann man die Zertifizierungsart auf den einzelnen Produkten erkennen?
    beste Grüße und großen Glückwunsch,
    mela

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  • Frank sagt
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    Glückwunsch, das eine wirklich gute Nachricht!
    Wenn ich vom „Verbot illegaler Kinderarbeit“ lese, frage ich mich, ob es legale Kinderarbeit gibt?

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Frank, vielen Dank, wir freuen uns auch sehr darüber! Du hast recht, das ist vermutlich etwas missverständlich formuliert.
      Gemeint sind damit all jene Tätigkeiten, die über eine ungefährliche familiäre Mithilfe hinausgehen und vielfach auch dazu führen, dass Kinder nicht zur Schule gehen. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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    • Fan von Miki Mistrati sagt
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      „Verbot illegaler Kinderarbeit“ = „wir wollen garnicht zugeben, dass es ein Problem gibt, hihi, ich meine >Kindersklaverei< das hört sich so nach entführen und schlagen und nicht bezahlen an"

      Ja vielleicht macht Ritter Sport es jetzt besser aber die Schokoladenindustrie hat das schon vor über zehn Jahren versprochen und deswegen, verstehe ich nicht warum auch jetzt noch der Begriff Kindersklaverei vermieten wird. Das ist total unglaubwürdig. Unabhängige Kontrollen wie bei Fairtrade sind absolut notwendig!

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