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Warum RITTER SPORT kein Fairtrade Siegel hat und trotzdem nachhaltig arbeitet

Warum RITTER SPORT kein Fairtrade Siegel ...

„Warum seid ihr eigentlich nicht Fairtrade?“ ist eine der häufigsten Fragen, die uns hier im Blog oder auf Facebook zum Thema Nachhaltigkeit gestellt werden. Gemeint ist damit meist, warum RITTER SPORT Schokolade keines der bekannten Nachhaltigkeits-Labels trägt. Deshalb möchte ich mich in diesem Beitrag mit den unterschiedlichen Nachhaltigkeitssiegeln beschäftigen und einige wichtige Fragen dazu beantworten.

Die Fairtrade-zertifizierte Kooperative Ecakog liefert von
der Elfenbeinküste Kakao an RITTER SPORT

Welche Siegel gibt es?

Am bekanntesten ist sicherlich Fairtrade. Ich habe aber den Eindruck, dass Fairtrade häufig nicht nur als konkretes Siegel, sondern als eine Art Oberbegriff verwendet wird. Das hat sicherlich damit zu tun, dass die Wortbedeutung von Fairtrade (engl. = gerechter Handel) scheinbar selbsterklärend ist und damit oft für alle Produkte aus fairem Handel verwendet wird. Wenn wir es aber genau nehmen, bezeichnet Fairtrade ein konkretes Nachhaltigkeitslabel, mit dem spezielle Anforderungen und Standards verbunden sind.
Daneben haben sich – vor allem auf den Rohstoff Kakao bezogen – in den letzten Jahren insbesondere die Siegel UTZ und Rainforest Alliance etabliert. Vielleicht habt ihr auf einigen Produkten schon mal dieses rote Fähnchen mit den drei Buchstaben UTZ oder den grünen Frosch der Rainforest Alliance gesehen!? Alle drei – Fairtrade, UTZ und Rainforest Alliance – kennzeichnen zum Beispiel auch zertifizierten Kakao.

Worin bestehen die Unterschiede?

Allen drei Labels gemeinsam ist das Ziel, die sozialen und ökologischen Bedingungen im Rohstoffanbau – so auch im Kakaoanbau – zu verbessern. Das heißt, alle decken die drei Säulen der Nachhaltigkeit – Soziales, Ökonomie und Ökologie – ab, setzen dabei aber durchaus unterschiedliche Schwerpunkte.

– Bei der Rainforest Alliance lässt der Name schon vermuten, dass ökologische Aspekte im Vordergrund stehen.
– Fairtrade hingehen setzt vor allem auf die Verbesserung des Einkommens der Bauern durch Mindestpreise und Prämien,
– während UTZ (kommt aus der Sprache der Maya und bedeutet „gut“) den Ansatz verfolgt, durch eine Professionalisierung nachhaltiger Anbaumethoden die Erträge und damit das Einkommen der Bauern zu steigern.

UTZ-zertifizierter Kakao für Ritter Sport

Was bedeutet es, wenn ein Produkt ein Siegel trägt?

Bei Schokolade bedeutet das zum Beispiel, dass der Kakao von Bauern stammt, die sich zu bestimmten Standards wie keine Kinderarbeit, Schutz natürlicher Ressourcen etc. verpflichtet haben und entsprechend zertifiziert worden sind. Um sicherzustellen, dass diese Standards auch eingehalten werden, gibt es regelmäßige Audits. Das heißt, Experten besuchen die Bauern vor Ort und kontrollieren die sozialen und ökologischen Anbaubedingungen. Fairtrade und die Rainforest Alliance haben eigene Organisationen, die diese Audits durchführen, bei UTZ übernehmen das externe Stellen.

Was haben die Bauern davon, wenn sie sich zertifizieren lassen?

Auf den ersten Blick bringt die Zertifizierung für die Bauern zusätzlichen Aufwand mit sich. Auf den zweiten aber profitieren sie davon. So erhalten sie bei Fairtrade einen Mindestpreis, der ihre Lebenshaltungs- und Produktionskosten decken soll. Außerdem gibt es eine Fairtrade-Prämie, die aber nicht an die einzelnen Bauern gezahlt wird, sondern für gemeinnützige Zwecke wie zum Beispiel Bildungseinrichtungen genutzt werden kann. Rainforest Alliance und UTZ unterstützen die Bauern, indem sie ihnen helfen, den Kakaoanbau nachhaltiger und effektiver zu gestalten. Durch bessere Erträge steigt ihr Einkommen und so verbessert sich dauerhaft ihre Lebenssituation. Kauft ein Unternehmen wie RITTER SPORT zertifizierten Kakao ein, muss es dafür einen Aufschlag zahlen, von dem dann Prämien oder Leistungen wie Schulungen etc. finanziert werden.

Übrigens: Unser Programm Cacao-Nica verbindet beide Ansätze miteinander:

– Gute Preise, die über dem Weltmarktniveau liegen,
– und die Professionalisierung des Anbaus durch Schulungen und Investitionen in die Qualität des Kakaos.

Warum hat RITTER SPORT kein aufgedrucktes Siegel?

Wir setzen bewusst nicht nur auf ein einzelnes Siegel. Wir sind überzeugt: Um den nachhaltigen Anbau wirklich zu fördern, müssen wir die Nachhaltigkeitsbemühungen der Kakaoproduzenten und der unterschiedlichen Zertifizierer unterstützen. Die Entscheidung für ein Siegel bedeutet immer automatisch die Entscheidung gegen alle anderen. Vordergründig würde der Einsatz eines ausgewählten Siegels vielleicht nachhaltiger wirken, denkt man die Konsequenzen aber zu Ende, kann das nicht sinnvoll sein. Auf unserem Weg zu 100% nachhaltigem Kakao gehen wir deshalb nicht nur mit einem Zertifizierer. Wir beziehen sowohl UTZ-zertifizierten Kakao und haben auch einen Vertrag mit Fairtrade geschlossen. Demzufolge werden wir in den nächsten drei Jahren auch bis zu 20 Prozent des benötigten Kakaos über Fairtrade beziehen.

Wie vieles im Bereich Nachhaltigkeit ist das Thema Siegel und ihre Anforderungen/Leistungen sehr komplex. Ich hoffe, es ist mir gelungen, die Zusammenhänge ein wenig zu erklären. Habt ihr noch weitere Fragen zu dem Thema? Dann hinterlasst mir doch einfach einen Kommentar.

37 Kommentare

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  • Kerstin sagt
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    Hallo Ritter-Sport Team,

    ich als Verbraucher möchte Klarheit u Fairtrade ist das einzige für mich richtige Siegel bei Schokolade… der Rest ist mir einfach zu Unsicher. Deshalb werde ich ihre Schokolade nicht mehr kaufen bis Sie eine Sorte mit diesem Siegel auf dem Markt bringen. Es ist schade, da mir ihre Schokolade eigentlich gut schmeckt aber ich werde diese nicht genießen können wenn ich weiß dass ein Kind dafür hart und unter Zwang arbeiten muss. Ich zahle gern ein höheren Preis.

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  • Stefan sagt
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    Das ist greenwashing:
    “Bis zu 20% Fairtrade-Kakao” bedeutet leider herzlich wenig oder gar nichts. Wer zwischen Petras Zeilen liest und etwas Hintergrundwissen hat, weiß, dass RITTERSPORT zu einem großen Teil mit Kinderarbeit hergestellt wird.
    Das UTZ-Siegel ist leider nix wert, wie mehrfach aufgedeckt wurde. Ein unabhängiges Team hat z.B einige UTZ-Plantagen an der Elfenbeinküste besucht und keine einzige gefunden, auf der keine Kinder beschäftigt waren!
    Und wer scheinbar nicht mal die Bedingungen für ein UTZ- Siegel erfüllt, muss halt um den heißen Brei herum reden und erzählt von Zielen, wie “100% nachhaltig zertifiziert”, was eigentlich nix bedeutet, weil es sich eben auf Zertifikate stützt, die wie “rainforest-Alliance”, “RSPO” und eben auch “UTZ” nicht halten, was sie suggerieren.
    Bio+fairtrade kann bei Schokolade nur die Antwort sein!!

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Stefan, der Blog Artikel auf den du dich beziehst ist zwischenzeitlich 2 ½ Jahre alt und seither hat sich auch bei uns viel weiterentwickelt. Wir beziehen seit 2018 100% zertifiziert nachhaltigen Kakao, das ist aber nur unser ersten Schritt. Die zertifizierungsgebenden Organisationen mögen noch nicht alle kritischen Punkte ausgeräumt haben, aber sie sind ein guter und wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Unser Ziel ist es daher auch, die Zertifizierung als Grundvoraussetzung für unseren Kakao zu nehmen und darauf weiter aufzubauen. Wie du sicher im Blog gelesen hast, pflegen wir schon seit nahezu 30 Jahren enge und partnerschaftliche Beziehungen mit Kakaobauern und ihren Erzeugerorganisationen in Nicaragua. Auch in anderen Anbaugebieten arbeiten wir daran, ähnliche Partnerschaften aufzubauen. Nur wenn wir ein partnerschaftliches und direktes Verhältnis in den Ursprung haben, können wir auch Einfluss auf die Gegebenheiten vor Ort nehmen und gezielt unterstützen. Viele Grüße!

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      • Eloy sagt
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        Hallo Petra,

        aber 100% Fairtrade zertifiziert ist es noch nicht, oder?

        wie viel bezahlt Rittersport für die Tonne Kakao? Man wäre bereit mehr zu zahlen, wenn es an den Bauern geht…

        Gruß

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  • Simon sagt
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    Hier ist schön erklärt, was von UTZ zu halten ist.
    Insofern einfach nur auf fairtrade gehen und dann auch mal das Logo auf die Packung. Alles andere ist unglaubwürdig.
    https://secured-static.greenpeace.org/austria/Global/austria/fotos/Presse/G%C3%BCtezeichen-Report%20KURZ.pdf

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Simon, vielen Dank für dein Kommentar. Der Bezug von 100 % zertifiziert nachhaltigem Kakao ist nur ein erstes, wenn auch wichtiges Etappenziel. Die Zertifizierung stellt für Ritter Sport eine Mindestanforderung dar. Darüber hinaus gibt es eigene, spezifische Anforderungen. Deshalb wird Ritter Sport dauerhaft neben dem Anbau auf der eigenen Plantage Kakao im Rahmen von Partnerschaften mit Bauern und Kooperativen beziehen. Ziel ist also größtmögliche Transparenz, um genau zu wissen wo, wie und von wem der Kakao angebaut wird und so über Programme vor Ort den Kakaoanbau gezielt fördern zu können. Aktuell stammen rund 60 % des Kakaos aus solchen Partnerschaften. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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  • Hedwig Fritz sagt
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    In Zeiten des Raubtier Kapitalismus und der Betrügereien großer Industriezweige und der möglichsten Umgehung aller Standards fällt es mir schwer ungesiegelte Produkte zu kaufen. Sicher können Sie auch mehrere Siegel nutzen, wenn Sie alle Vorteile vereinigen wollen. Selbst die GEPA nutzt teilweise zusätzlich zu ihrem fair+ Siegel das Fairtrade Siegel. Besser geht immer jedes Siegel definiert nur Mindeststandards. Gar kein Siegel lässt die Kunden denken, dass Sie unter jedem Mindeststandard sind.

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Hedwig, seit der Veröffentlichung dieses Beitrags hat sich bei uns eine Menge getan. Inzwischen haben wir unseren gesamten Kakaobezug vollständig auf zertifiziert nachhaltigen Kakao umgestellt. https://www.ritter-sport.de/blog/2018/01/26/geschafft-100-prozent-zertifiziert-nachhaltig/.
      Wir verstehen, dass Siegel für viele Verbraucher eine wichtige Orientierung bieten. Dass Ritter Sport auch nach der Umstellung auf 100 Prozent zertifiziert nachhaltigen Kakao kein Siegel tragen wird, hat unterschiedliche Gründe: Zum einen verwenden wir weiterhin nicht nur Kakao eines einzelnen Zertifizierers, sondern von mehreren. Wobei die Welt der Siegel sich aktuell stark verändert, wie wir am Zusammenschluss von Rainforest Alliance und UTZ sehen. Zum anderen sind Veränderungen der Verpackung bei unserer Produktvielfalt eine erhebliche Investition und kurzfristig nicht umsetzbar. Zumal die Folien mit großem zeitlichen Verlauf und auf Vorrat produziert werden. Diese nicht weiter zu verwenden, widerspricht unserer Überzeugung von Nachhaltigkeit. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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      • Hedwig Fritz sagt
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        Herzlichen Glückwunsch zu 100% zertifiziert nachhaltigem Kakao!
        Es freut mich, dass Sie ihre Verpackung nachhaltig und sparsam gestalten. Wenn Sie dann in Zukunft 100%ige Fairtrade Zertifizierung mit dem Bedarf neuer Hüllen terminieren können, dann wird es perfekt sein und auch für alle bewussten Konsumenten erkennbar.

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      • Gillian sagt
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        Hallo Petra, Entschuldigung, aber ihre Argumente sind wenig glaubhaft und suggerieren letztlich nur, dass sie sich um die Standards herumdrücken. Ich verstehe, dass das alles nicht von jetzt auf gleich passieren kann. Dennoch sollten sie das Ziel der glaubhaften, transparenten Zertifizierung anstreben. Ich genieße gerne und oft ihre Produkte (v.a. Rum-Traube-Nuss;) aber ich möchte gerne mit gutem Gewissen genießen und sicher sein können, dass dieser Konsum nichts und niemandem schadet bzw wenn möglich soziale Entwicklungsprojekte unterstützt.

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        • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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          Hallo Gillian, ich kann dir versichern, dass wir für unser gesamtes Sortiment ausschließlich UTZ- und Fairtrade-zertifizierten Kakao beziehen. Stand heute ist es lediglich so, dass auf unserer Verpackung keines dieser Siegel abgebildet ist. Unser Kakao erfüllt bereits heute die von den Zertifizierern festgelegten Standards. Lies mehr zu dem Thema hier: https://www.ritter-sport.de/blog/2018/01/26/geschafft-100-prozent-zertifiziert-nachhaltig/. 🙂 Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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          • Eva Luise Dick sagt
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            Die Entwicklung ist zu begrüßen. Wenn auf der Verpackung kurzfristig keine Kennzeichnung erfolgen kann, dann doch sicher als Hinweis am Regal? Gäbe ein besseres Gefühl …

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  • Sunflower sagt
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    Und wie sieht es mit fair gehandeltem Zucker und fair gehandelter Milch aus oder anderen Zutaten wie z.B. Nüsse, Rosinen etc.?
    Die Fairtrade Richtlinie besagt, dass bei Mischprodukten mindestens 20% der Zutaten aus fairem Handel sein müssen. Ist das aktuell vielleicht der Grund, warum es mit dem Fairtrade-Siegel momentan noch nicht klappt?
    Schade, dass bei RITTER SPORT nur von fair gehandeltem Kakao gesprochen wird. Warum nicht eine Serie komplett umstellen?

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Sunflower, es freut mich, dass dich das Thema so interessiert. In meinen Blogbeiträgen geht es vorrangig um Kakao, weil das unser wichtigster Rohstoff ist und wir hier unter Nachhaltigkeitsaspekten auch den größten Handlungsbedarf sehen. Neben Kakao sind natürlich Milch und Zucker wichtige Zutaten für Schokolade. Beides beziehen wir aus der Region. Milch zum Bespiel aus dem Schwarzwald. Dazu findest Du im übrigen weitere Information in meinem Blogbeitrag zu unserem Nachhaltigkeitsbericht. Weil uns sowohl ökologische Gesichtspunkte als auch die Qualität der Rohstoffe wichtig ist, wollen wir an diesem Prinzip des regionalen Bezugs festhalten. Auch für alle anderen Rohstoffe gelten Nachhaltigkeitsrichtlinien, die regelmäßig überprüft werden. Mit vielen unserer Lieferanten pflegen wir eine langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft, die wir nicht infrage stellen, nur um ein bestimmtes Siegel zu erhalten. Außerdem gilt: Solange wir unser Ziel von 100 % zertifiziertem Kakao nicht erreicht haben, wollen wir dies noch nicht – zum Beispiel über ein Siegel – auf der Verpackung kommunizieren. Zwar erlauben es uns die Richtlinien, ein Siegel unter gewissen Umständen zu nutzen, aber unserer Meinung nach kann das dem berechtigten Anspruch der Verbraucher nach Transparenz nicht gerecht werden. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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  • Wolke sagt
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    Butter bei die Fische: Siegel hin oder her, wie viel Prozent der Schokolade von Ritter Sport ist fair?

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Wolke, zur Zeit sind 40 % von unserem verarbeiteten Kakao nachhaltig zertifiziert. Die Bio-Sorten und die veganen Sorten dagegen enthalten bereits 100 % nachhaltigen Kakao aus unserem Cacao-Nica Programm. Unser Ziel ist es, bis spätestens 2020 unseren gesamten Kakaobezug auf nachhaltig zertifizierten Kakao umzustellen. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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      • Gillian sagt
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        Das hört sich nach einem Plan an ! Finde ich gut ! Drücke die Daumen, dass sie das Ziel erreichen !

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      • Ben sagt
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        Ich komm grade nicht mehr mit. Sie haben doch 3 Antworten weiter oben gesagt “… ich kann dir versichern, dass wir für unser gesamtes Sortiment ausschließlich UTZ- und Fairtrade-zertifizierten Kakao beziehen.” Ausschliesslich bedeutet doch 100%, oder etwa nicht? Das ist leider alles nicht sehr vetrauenerweckend. Ich schätze zwar Ihre Bemühungen für den gerechten Handel den nachhaltigen Anbau, aber Transparenz sieht anders aus. Da wär’s mir lieber ihr steht dazu, dass ihr nicht 100% fair und nachhaltig seid und sagt klar und einfach, was Sache ist.

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        • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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          Hallo Ben, seit 2018 ist 100% von unserem verarbeiteten Kakao nachhaltig zertifiziert.
          Die chronologische Reihenfolge der Antworten hier hat wohl für Verwirrung gesorgt.
          Viele Grüße, dein Ritter Sport Team

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  • Antje sagt
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    Trotzdem bleibt die Frage wie viel der Ritter Sport Schokolade aus fairem nachhaltigen Handel stammt. Durch ein (oder mehrere) Siegel oder auch einfach eine kleine Aufschrift wäre das für die Verbraucher etwas klarer.

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Antje, zur Zeit sind 40 % des von uns verwendeten Kakaos zertifiziert. Solange wir unser Ziel von 100 % zertifiziertem Kakao nicht erreicht haben, wollen wir dies noch nicht auf der Verpackung kommunizieren. Zwar erlauben es uns die Richtlinien, ein Siegel unter gewissen Umständen zu nutzen, aber unserer Meinung nach ist das für den Verbraucher nur schwer nachvollziehbar. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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  • Manuel sagt
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    Schöne Zusammenfassung – aber die eigentliche Frage wurde nicht geklärt: Warum hat Ritter Sport Schokolade kein Siegel? Oder meinetwegen auch zwei oder drei Siegel?

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    • Sebastian sagt
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      Das wäre jetzt auch meine Frage. Es wird leider nicht geklärt warum man nicht einfach alle Siegel gleichzeitig verwenden kann. Gibt es da Siegel-Richtlinien die sagen “Du darfst keine anderen Siegel neben mir haben”?

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo zusammen, das ist natürlich eine berechtigte Frage. Aktuell liegt unser Anteil an nachhaltig zertifiziertem Kakao bei 40 %. Solange wir nicht vollständig auf nachhaltig zertifizierten Kakao umgestellt haben, haben wir uns entschlossen, dies noch nicht auf der Verpackung zu kommunizieren. Ausserdem gibt es natürlich die von Sebastian angesprochenen Siegelrichtlinien. Das sind sehr umfangreiche Regelwerke, die uns zum aktuellen Zeitpunkt zwar erlauben würden, ein Siegel unter gewissen Umständen zu nutzen, das aber für den Verbraucher unserer Meinung nach nur schwer nachzuvollziehen ist. Viele Grüße, euer RITTER SPORT Team

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      • Sebastian sagt
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        Hallo, danke für die Antwort. Leider ist es immer noch nicht ganz klar, wie sie zu der Aussage “Die Entscheidung für ein Siegel bedeutet immer automatisch die Entscheidung gegen alle anderen.” kommen.

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        • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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          Hallo Sebastian, was wir damit sagen wollten, ist, dass der Einsatz von nachhaltig produziertem Kakao für uns im Vordergrund steht. Dabei steht die zertifizierende Organisation, ob UTZ oder Fairtrade, erst an zweiter Stelle. Wir wollen uns nicht auf ein einzelnes Siegel beschränken und beziehen daher sowohl UTZ als auch Fairtrade Kakao. Der Aufdruck eines Siegels auf die Verpackung würde unserer Ansicht nach aber genau diese Beschränkung bedeuten. Das kann aber nicht im Sinne der Transparenz und Orientierung für den Verbraucher sein. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

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  • Holger sagt
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    Den Ansatz finde ich gut. Ritter Sport ist groß genug, um selber Nachhaltigkeitskompetenz aufzubauen und eigene Maßstäbe zu setzen. Wenn das ein paar Jahre verlässlich und nachvollziehbar gelebt wird, dann müssen keine teuren Drittunternehmen (und das sind die Zertifizierer alle) mit durchgefüttert werden.

    “Der Starke ist am mächtigsten allein.” (Friedrich Schiller)

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    • Gillian sagt
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      @Holger: was heisst mit durchfüttern ? Ich habe ja keine Ahnung von dem was die verlangen, aber wenn Ritter die ganzen Kontrollen etc selber durchführen würde um auch die Einhaltung effektiv zu gewährleisten, dann wäre das sicher kaum billiger.. außerdem ist ein Siegel ein Qualitätsmerkmal und Werbeinstrument gegenüber Kunden mit Köpfchen.. insofern sicher nicht absatzmindernd.. 😉

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  • Adrian S. sagt
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    Was heißt das jetzt konkret: Welcher Anteil des von Ritter Sport verwendeten Kakao ist aktuell zertifiziert? Gibt es bereits Schokoladensorten von Ritter Sport, die zu 100% aus Kakao mit Nachhaltigkeitszertifikaten (in welcher Zusammensetzung auch immer) produziert wurde? Wenn nein, warum denn nicht – es gibt bisher ja durchaus schon unterschiedliche Preise für verschiedene Sorten…?

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    • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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      Hallo Adrian, wir gehen davon aus, dass wir bis spätestens 2020 – möglicherweise schon deutlich früher – unseren gesamten Kakaobezug auf nachhaltig zertifizierten Kakao umstellen können. Aktuell sind 40 % des von uns verwendeten Kakaos zertifiziert. Neben unseren Bio-Sorten verwenden wir auch für unsere veganen Sorten ausschließlich nachhaltigen Kakao aus unserem Cacao-Nica Programm. Eine Herausforderung bei der Umstellung auf nachhaltig zertifizierten Kakao besteht auch darin, dass der Kakao nicht nur nachhaltig sein muss, sondern auch geschmacklich und qualitativ unseren Ansprüchen entsprechen muss. Viele Grüße, dein RITTER SPORT Team

      Antworten
      • Adrian S. sagt
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        Vielen Dank für die ausführliche Antwort!

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        • Sarah Bauer sagt
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          Und wie sieht es mit Kinderarbeit aus?
          Ich würde gerne weiter ihre Schokolade kaufen aber nicht um jeden Preis!
          Grüße aus dem Schwabenland

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          • Petra (RITTER SPORT Team) sagt
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            Hallo Sarah, wir beschäftigen uns sehr intensiv mit diesem Thema und sind dabei, unseren gesamten Kakaobezug auf nachhaltig zertifizierten Kakao umzustellen.
            Nachhaltig bedeutet dabei, dass es keine Kinderarbeit gibt und dass soziale Standards wie die gerechte Bezahlung der Bauern sowie ökologische Anforderungen wie der Schutz der Regenwälder erfüllt werden. Wir setzen dazu neben dem Einkauf von nachhaltig zertifiziertem Kakao (zum Beispiel UTZ oder Fairtrade) stark auf den Direktbezug, bei dem wir die Bauern bzw. die Kooperativen genau kennen und wissen, unter welchen sozialen und ökologischen Bedingungen der Kakao dort angebaut wird. Viele Grüße

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      • Lisa sagt
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        Sind die veganen Sorten als solche gekennzeichnet? Meines Wissens müsste Marzipan zum Beispiel vegan sein (auch wenn es nicht gekennzeichnet ist?). Ist die Marzipan Tafel zu 100% nachhaltig? Und ohne Kinderarbeit? Liebe Grüße

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