Waldenbuch – Waltenbuoch, der Wald des Walto.

 
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Am Nordrand des Naturparks Schönbuch gelegen, befindet sich Waldenbuch inmitten des schönen Aichtals.

Man könnte annehmen, Waldenbuch sei nach dem ihn umgebenden schönen Wald benannt. Aber es war das alemannische Walto, die Kurzform von Waltheri = Kriegsherr, dem das Gebiet Waltenbuoch (= der Wald des Walto) seinen Namen verdankt. Zu Ehren der Alemannen, die im 5. Jh. die Römer von hier vertrieben.

Aber den ersten, denen es hier so richtig gut gefiel, waren die Kelten. Sie besiedelten im 8.-7. Jh. v. Chr. das Waldenbucher Gebiet. Auch andere schlossen Waldenbuch, auch wenn sie hier nur kurz verweilten, ins Herz.

Der berühmte Reisende Johann Wolfgang von Goethe sagte vor ungefähr 200 Jahren über Waldenbuch: „Waldenbuch ist ein artiger, zwischen Hügeln gelegener Ort mit Wiesen, Feld, Weinbergen und Wald und einem herrschaftlichen Schloss." – eine bis heute recht zutreffende Beschreibung.

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Kein Wunder also, dass sich Alfred Eugen Ritter, nachdem die räumlichen Verhältnisse in Bad Cannstatt für sein wachsendes Unternehmen zu eng wurden, Waldenbuch als neuen Firmensitz aussuchte. Aber es war nicht vorrangig die Landschaft, die ausschlaggebend für diese Entscheidung war, vielmehr eine perfekte Gelegenheit.

1922/23 wurden in Waldenbuch die Kreuzigerwerke erbaut, eine Schokoladenfabrik, die 1930 zum Verkauf stand und genügend Firmengelände bot, um die Fabrik weiter ausbauen zu können. Am 1. Juli desselben Jahres war es soweit – die Alfred Ritter Schokoladefabrik zog nach Waldenbuch. Die gesamte Arbeiterschaft aus Bad Cannstatt blieb weiterhin im Unternehmen tätig und wurde täglich mit Bussen nach Waldenbuch und zurück gefahren, doch mit dem weiteren Wachstum der Firma entstanden auch neue Arbeitsplätze in Waldenbuch, die dem kleinen Städtchen zu einer höheren Lebensqualität verhalfen.

Heute gibt es kaum eine alteingesessene Waldenbucher Familie, in der nicht wenigstens ein Familienmitglied mal in der „Schokolade“ gearbeitet hat. Das prägt und verbindet – bis heute.

Doch RITTER SPORT war und ist nicht nur eine feste Größe des Waldenbucher Arbeitslebens, sondern auch des kulturellen. Da wäre beispielsweise das RITTER SPORT Sport–Stadion. Als wieder einmal eine Produktionserweiterung und damit eine Erweiterung des Firmengeländes anstand, dachte man, das Gelände des angrenzenden kommunalen Sportplatzes dazuzukaufen. Als Entschädigung dafür finanzierte das Unternehmen der Stadt und ihren Bürgern ein funkelnagelneues Sportstadion.

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Das RITTER SPORT-Werk

Die enge Verknüpfung von Waldenbuch und RITTER SPORT drückt sich ebenso im sozialen Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen sowie in der Förderung von Vereinen und der Kirchengemeinde aus.

Mit dem SchokoLaden und dem Museum Ritter hat RITTER SPORT die Stadt im September 2005 um zwei kulturelle Höhepunkte erweitert. Doch auch neben diesen beiden hat Waldenbuch einiges zu bieten: Das bereits von Goethe erwähnte herrschaftliche Waldenbucher Jagdschloss beherbergt seit 1989 das “Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch”. Die Stadtkirche St. Veit, die ihren Ursprung im 14. Jh. hat, ist Teil eines Stadtlehrpfads, welcher die Besucher an Waldenbuchs Sehenswürdigkeiten, wie z. B. den alten Fachwerkhäusern und den Stadtbrunnen vorbeiführt. Und im benachbarten Naturpark Schönbuch können Zeugnisse der ersten Bewohner Waldenbuchs, der Kelten, besichtigt werden.

Herzlich Willkommen!