Tafelschokolade

Vom Getränk zur Tafel

Wenn wir heute von Schokolade sprechen, meinen wir feste Tafelschokolade. Das war nicht immer so. Über 2.000 Jahre lang kannte man Schokolade vor allem als Getränk. Schon die Ureinwohner Mittelamerikas tranken Schokolade, allerdings eher bitter. Die Spanier nahmen Ende des 16. Jahrhunderts die erste Rezeptänderung vor: Sie gaben Zucker hinzu. 

 

Die nächste bedeutende Verbesserung erfolgte nach der Entwicklung des Verfahrens zur Herstellung von Kakaopulver durch den Niederländer C. J. van Houten. Es inspirierte die Schokoladenhersteller von Fry & Sons, die dabei abfallende Kakaobutter der Schokoladenmasse zusätzlich hinzuzugeben. Das Ergebnis war eine fließfähige und geschmeidige Masse, die sich gut in Form gießen ließ. Die so entstandenen Schokoladentafeln waren ein riesiger qualitativer Fortschritt im Vergleich zu ihren eher trockenen und spröden Vorgängern.

Die Vollmilchschokolade heute

Aber es ging noch besser: 1876 begann der Siegeszug der ersten Schweizer Milchschokolade, die Daniel Peter zusammen mit dem von Henri Nestlé erfundenem Milchpulver herstellte. Den uns bekannten zarten Schmelz erhielt die Schokolade 1879 durch das von Rodolphe Lindt erfundene Verfahren des Conchierens. Dadurch erhält die Schokoladenmasse eine besonders geschmeidige Konsistenz. So hergestellte Schokolade wurde als Fondantschokolade bezeichnet, um sie von der „gewöhnlich“ produzierten Schokolade deutlich abzugrenzen.

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