Unterhaltung

Vorurteile über Schokolade

Schokolade verursacht Karies.

Ja, aber nicht mehr als Brot oder Limonaden. Schokolade enthält Kohlenhydrate, zum Beispiel in Form von Zucker, der zu zahnschädlicher Säure verstoffwechselt wird. Diese legt sich als Zahnbelag auf der Zahnoberfläche ab und greift den Zahnschmelz an. Die Folge: Karies entsteht. Neben Zucker enthält Schokolade aber auch Kakao, in dem wiederum Tannine und Oxalsäure enthalten sind.

 

In wissenschaftlichen Studien hat man herausgefunden, dass besonders Tannine und Oxalsäure die Bildung zahnschädlicher Säure verhindern. Kariesfördernd ist nur der lange, mehrmals über den Tag verteilte Konsum von Schokolade. Durch regelmäßige Zahnpflege wird der Zahnbelag entfernt und dann ist auch gegen ein Stück Schokolade nichts einzuwenden.

Schokolade verursacht Migräne.

Nein, laut einer neueren Studie der Deutschen Migräne– und Kopfschmerzgesellschaft (DMKG) gibt es keinen Zusammenhang zwischen Schokoladenkonsum und Migräne. Richtig ist, dass viele Patienten in der Vorphase einer Migräneattacke vermehrt Heißhunger auf Süßes haben, woraus man bisher fälschlicherweise schloss, dass Schokolade wäre ein Mirgräneauslöser sei. Schokolade kann nur bei Menschen mit einer Histaminintoleranz Kopfschmerzen auslösen.

Schokolade macht Pickel.

Nein. Pickel entstehen durch einen unausgeglichenen Hormonhaushalt. Eine überschüssige Talgproduktion und verstopfte Hautporen bilden dann die Pickel aus. Eine Vielzahl von Faktoren bestimmt unser Hautbild, zum Beispiel eine gesunde Lebensweise und abwechslungsreiche Ernährung.

Schokolade macht dick.

Nein. Schokolade allein macht nicht dick. Die Ursachen für Gewichtszunahme bei einem gesunden Menschen sind in der Regel eine zu kalorienreiche, unausgewogene Ernährung und zu wenig Bewegung.

Schokolade macht glücklich.

Jein. Ob Schokolade glücklich macht oder nicht, ist schwer zu sagen. Fakt ist: Schokolade löst einige „glücklichmachende“ hormonelle Vorgänge in unserem Körper aus. Ob diese aber mengenmäßig dafür ausreichen, tatsächlich unsere Stimmung zu heben, ist fraglich.

Schokolade macht süchtig.

Nein, Schokolade enthält keinerlei süchtigmachende Substanzen in ausreichender Menge, als dass diese Behauptung wissenschaftlich bestätigt werden könnte. Richtig ist, dass Schokolade Anandamid enthält, das ähnlich rauschartige Zustände wie der Marihuanawirkstoff THC auslösen kann. Für einen solchen Effekt ist allerdings die Konzentration in Schokolade viel zu gering.

Schokolade ist ein Aphrodisiakum.

Nein, auch das gehört in den Bereich der Mythen. Schokolade enthält zwar einen natürlichen Anteil an Phenylethylalanin, ein Hormon, das für unser Glücksgefühl zuständig ist und unter anderem beim Verliebtsein produziert wird, aber die in der Schokolade vorhandene Menge ist bei Weitem nicht groß genug dafür, tatsächlich nachweisbare Auswirkungen auf unseren Körper zu haben. Es scheint eher ein psychologischer Effekt zu sein. Die exotische, exklusive und kostspielige Sonderstellung, die Schokolade lange Zeit innehatte, spricht für eine Lust entfachende Wirkung.

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