Anbau

Kakaobaum

Göttliches Gewächs.

Der schwedische Naturforscher und Kakaoliebhaber Carl von Linné gab dem Kakao 1753 seinen Namen: Theobroma cacao, was so viel bedeutet wie „Speise der Götter“.

Der Kakaobaum gehört zur Familie der Malvengewächse und stammt aus Mittel- und Südamerika. Feuchtwarmes Klima um die 20 Grad in der Nähe des Äquators ist für ihn optimal. Der Kakaobaum ist knorrig und verfügt über eine breite Krone aus schwertförmig, glänzenden Blättern. Er wird bis zu 15 Meter hoch, Plantagenbäume werden jedoch auf eine Höhe von vier bis acht Metern gestutzt. Da er zu den Unterholzbäumen gehört, wächst er im Schatten größerer Gewächse wie Bananenstauden oder Kokospalmen, den so genannten Kakaomüttern, die ihn vor Sonne, Wind und Erosionen schützen.

Je nach Art beginnt er im Alter zwischen 18 Monaten und drei Jahren zu blühen. Die filigranen Blüten entstehen über das ganze Jahr büschelweise am blattlosen Stamm oder an stärkeren Ästen im unteren Bereich des Baums. Pro Jahr kann eine Pflanze zwischen 50.000 und 100.000 Blüten hervorbringen. Da auf natürlichem Wege nur ca. 6% der Blüten befruchtet werden, hilft der Mensch von Hand nach.

Kakaofrüchte am Baum

Das Ergebnis einer erfolgreichen Befruchtung ist die Kakaofrucht. Sie wird allgemein als Schote bezeichnet, gehört aber im botanischen Sinn zu den Trockenbeeren. Fünf bis sechs Monate beträgt ihre Reifezeit. Zuerst grün, färben sich die Früchte je nach Reifegrad und Sorte später entweder gelb, rot oder purpur. Ungewöhnlich ist, dass der Kakaobaum gleichzeitig Blüten und Früchte verschiedener Reifestadien trägt.

Im Inneren der Früchte, umhüllt von weißem Fruchtfleisch (Pulpa), befinden sich die Kakaosamen. Ein Samenkern besteht aus Keimblättern. In ihnen sind alle Nährstoffe enthalten, die die junge Kakaopflanze für ihre Entwicklung braucht.

Pro Jahr trägt ein Baum etwa 20 bis 30, in guten Jahren bis zu 50 Früchte.

Bei der Ernte müssen die Kakaofrüchte sehr vorsichtig abgeschnitten werden, ohne dass die Fruchtansätze am Baum  entfernt werden, da aus ihnen die nächsten Blüten heraustreten. Übrigens lösen sich überreife Kakaofrüchte nicht selbst vom Baum. Für ihre natürliche Verbreitung müssen die Früchte von Tieren gefressen und die Kakaosamen dadurch verstreut werden. Nach etwa 40 Jahren hat ein Kakaobaum auf einer Plantage normalerweise ausgedient und wird durch einen neuen ersetzt.


Heute werden hauptsächlich drei Kakaosorten angebaut: der kräftige und widerstandsfähige Forastero, der so genannte Basis- oder Konsumkakao. Außerdem der teure Edelkakao Criollo – ein „Würzkakao“ mit intensiven Aroma- und Duftstoffen. Und schließlich der robuste und aromatische Trinitario – eine Kreuzung der beiden anderen Sorten, die sowohl zum Edel- als auch zum Konsumkakao zählt.

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