Anbau

Kakaoanbau

Tonnenweise Genuss.

Der Kakaobaum wird zwischen dem nördlichen und dem südlichen Wendekreis angebaut. Er gedeiht am besten in tropischen Mischkulturen. Hier erreicht er Höhen von bis zu 15 Metern. Bananenstauden und Kokospalmen spenden ihm Schatten, weshalb man sie auch Kakaomütter nennt. Avocado, Mais oder Maniok zu seinen Füßen schützen ihn vor Austrocknung, Nährstoffverlust und Erosionen.  

Von dieser agroforstwirtschaftlichen Anbaumethode profitieren auch die Kleinbauern: Sie verzeichnen höhere Erträge, steigende Einkommen, bessere Ernährungsmöglichkeiten und eine höhere wirtschaftliche Stabilität. Gleichzeitig wird die Ertragsfähigkeit der Böden langfristig gesichert und die Abholzung des Regenwaldes wirksam eingedämmt.


Kakaobaumschule

Bei so genannten Intensivpflanzungen hingegen werden für die Kakaobäume Schneisen in den Regenwald geschlagen. Nur der robuste Forastero und einige Trinitarioarten sind dafür geeignet. Voraussetzung sind intensivste Pflege, Bewässerung und das Aufbringen von Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Auch die Bestäubung der Kakaoblüten muss hier von Menschenhand geschehen.

 

Jährlich werden weltweit über dreieinhalb Millionen Tonnen Rohkakao geerntet. 95% davon entfallen auf den kräftigen und widerstandsfähigen Basis- oder Konsumkakao, den Forastero. Empfindliche Edelkakao-Sorten wie Criollo und einige Trinitario-Sorten machen dagegen nur etwa 5% der weltweiten Ernte aus.        


Europa bezieht seinen Konsumkakao hauptsächlich aus der Elfenbeinküste und anderen mittelafrikanischen Ländern wie Ghana und Nigeria. Die Edelsorten aus dem nördlichen Südamerika, insbesondere Ecuador und Venezuela, werden hauptsächlich von deutschen Schokoladenfabrikanten verarbeitet. Nordamerika, im Besonderen die USA, decken ihren Hauptbedarf an Rohkakao in Brasilien.

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